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| 12:25 Uhr

Umzug
Abschied von der kunterbunten Villa

Beste Aussicht aufs Theater bot das Klettergerüst. ⇥Foto: Angela Hanschke
Beste Aussicht aufs Theater bot das Klettergerüst. ⇥Foto: Angela Hanschke FOTO: Angela Hanschke
Döbern. Zu hohe Auflagen: Die Hortkinder werden noch bis zum Sommer in der Pestalozzistraße betreut.

Mit der ausgelassenen Schulabschlussfeier haben die Kinder vom Hort „Villa Kunterbunt“ in der Döberner Pestalozzistraße gleichzeitig Abschied von ihrem Haus genommen mit Tanz- und Gesangsauftritten der Kinder sowie unter Regie der Erzieherin Ines Goral mit einer zum Vergnügen der Zuschauer äußerst modern interpretierten Aufführung des Märchens „Hänsel und Gretel“. „Sehr amüsant. Der rüde Ton der Märchen-Eltern war aber recht fragwürdig“,  befand Silke Bührt aus Döbern. Die junge Mutter, die Ende der 1970er-Jahre selbst den Hort in der Pestalozzistraße besuchte, sieht dem Umzug „aus dem ruhig und zentral gelegenen Gebäude mit Spielplatz und massivem Pool“ betrübt entgegen. Vor 115 Jahren wurde es in der damaligen Wilhelmstraße als „Kleinkinder-Spielschule“ für die Kinder berufstätiger Döberner Eltern eröffnet. „Bis zum Ende der Sommerferien werden die Kinder noch hier betreut“, berichtete Hortleiterin Christel Radek. Sie dankte den Fest-Sponsoren aus Spremberg, Döbern und Groß Schacksdorf, den rührigen Senioren der Stadt und allen Unterstützern.

Im Juli beziehungsweise August werden alle Hortkinder der Klassen 1 bis 6 in den Ergänzungsbau der Kita Regenbogen in die Ringstraße umziehen. „Die hohen Auflagen für eine weitere Kinderbetreuung in der Villa Kunterbunt hätten Investitionen in einem hohen sechsstelligen Betrag erfordert“, sagte Döberns Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) und ergänzte: Vorstellungen zur künftigen Nachnutzung in der Pestalozzistraße gebe es noch nicht. Dennoch zeigte sich weder bei den Hort-Kindern noch bei ihren Erzieherinnen Wehmut. „Ich freue mich bereits auf den Umzug in die neuen Räume“, bekannte die Hortleiterin. Ihre Schützlinge haben das neue Domizil bereits besichtigt, stellen Überlegungen an, welches Spielzeug  und welche der Spielgeräte dorthin mit umziehen sollen.

Auch Kita-Leiterin Ines Kupke freut sich auf die Zusammenarbeit. „Das erweiterte Gebäude wird rund 130 Kinder aufnehmen können“, informierte sie. Den Hortkindern solle, ihrem Bewegungsdrang entsprechend, viel Freiraum zur Verfügung stehen. Auch den Frühhort werde es dort weiterhin geben.

Am 7. September wird dann der Döberner Nachwuchs bereits vereint unter einem Dach den elften Geburtstag der Kita Regenbogen feiern.