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| 02:35 Uhr

Abschied von der ausgedienten Lichtertanne

Den Weihnachtsbaum verbrennen, das geht nur mit einer Genehmigung.
Den Weihnachtsbaum verbrennen, das geht nur mit einer Genehmigung. FOTO: mat1
Spree-Neiße. Abschied nehmen vom Weihnachtsbaum heißt es jetzt im Januar. Pfefferkuchen und Schokoladenkringel sind schon lange heruntergenascht. Lichterkette, Kugeln und die anderen hübschen Sachen werden abgenommen und fürs nächste Jahr verstaut. Der kahle Tannenbaum ist schnell aus dem Zimmer hinaus auf die Straße geräumt. Doch wohin jetzt? Katrin Kunipatz

Im Abfallkalender des Landkreises Spree-Neiße findet sich ein entsprechender Hinweis: Bis zum 27. Januar können Weihnachtsbäume am Tag der Restmüllentsorgung zum Müllbehälter auf die Straße gestellt werden. Dies sollte bis spätestens 7 Uhr passieren. Die Weihnachtsbäume werden vom Entsorgungsunternehmen abtransportiert, das teilweise mit zusätzlichen Fahrzeugen im Einsatz ist. "Die Weihnachtsbäume gehen in die Verbrennung und werden so zu Strom und Wärme", erklärt Susanne Neuer, Werkleiterin des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft in Spree-Neiße. Nicht möglich sei es, die Weihnachtsbäume außerhalb der üblichen Restmülltouren zu entsorgen. Zu beachten ist außerdem, dass die Bäume, die sich in eingezäunten Containerstellplätzen der Mehrfamilienhäuser befinden, nicht entsorgt werden.

Alternative 1: die Party Eine gesellige Alternative, seinen Weihnachtsbaum loszuwerden, ist das Weihnachtsbaumverbrennen. Während es in der Stadt Cottbus grundsätzlich verboten ist, gibt es im Landkreis Spree-Neiße einige Vereine, die entsprechende Feste organisiert haben. Dafür ist eine Ausnahmegenehmigung nötig, erläutert Ines Kuban vom Ordnungsamt im Amt Döbern-Land. Erhalten hat eine solche Ausnahmegenehmigung im Amt Döbern-Land beispielsweise der Verein der Oldtimer- und Schlepperfreunde Groß Schacksdorf/Simmersdorf. Der lädt am 21. Januar um 16 Uhr zum Weihnachtsbaumverbrennen auf die Schlosswiese in Groß Schacksdorf ein. Bereits heute um 16 Uhr kann man seinen nadelnden Baum gegenüber der Schule in der Keuner Straße in Forst gegen ein Getränk eintauschen. Der Verein "Freunde von Keune" feiert hier "Tannenbaum in Flammen". Im vergangenen Jahr kamen rund 60 Bäume zusammen. Bedingung ist hier wie bei allen ähnlichen Aktionen: Die Weihnachtsbäume müssen abgeschmückt und ohne Lametta sein.

Alternative 2: der Recyclinghof Wer seinen Weihnachtsbaum erst nach dem 27. Januar aus der Wohnung räumt oder den Termin der Restmüllentsorgung verpasst hat, kann ihn auch auf den nächsten Recyclinghof des Abfall-Eigenbetriebes bringen und als Grünabfall entsorgen. "Zusätzliche Kosten entstehen für den Weihnachtsbaum nicht", sagt Susanne Neuer. Diese fallen nur für Rasenschnitt oder Laub an.

Alternative 3: das eigene Feuer Grundstücksbesitzern steht noch eine weitere Möglichkeit offen. Sie können - so eine feste Feuerschale vorhanden ist - den Weihnachtsbaum auch selbst im Garten verbrennen. Auch im Kamin knistert das Nadelholz sehr schön. Und spätestens im April gibt es zum Osterfeuer die nächste Möglichkeit, den ausgedienten Weihnachtsbaum loszuwerden.

Noch bis zum 27. Januar nimmt der Müllentsorger die Weihnachtsbäume auf der Restmülltour mit. Solange bleiben sie aber auch neben den Mülltonnen liegen.
Noch bis zum 27. Januar nimmt der Müllentsorger die Weihnachtsbäume auf der Restmülltour mit. Solange bleiben sie aber auch neben den Mülltonnen liegen. FOTO: kkz