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| 17:58 Uhr

Brozek
Ab Juni sollen Brandreste in Brozek beseitigt werden

Diese Luftaufnahme der Recyclingfirma im polnischen Brozek entstand Ende März, als die schwelenden Plastikabfälle mit Sand abgedeckt wurden. Foto: zvg
Diese Luftaufnahme der Recyclingfirma im polnischen Brozek entstand Ende März, als die schwelenden Plastikabfälle mit Sand abgedeckt wurden. Foto: zvg FOTO: zur Verf¸gung gestellt
Forst/Brozek. Bei einem Gespräch mit Spree-Neiße-Umweltdezernent Olaf Lalk erläuterte der Zaryer Landrat, wie es mit den Brandresten in Brozek weitergehen soll. Weiteres Thema war die geplante neue Reifenverbrennungsanlage in der Gemeinde Brody. Von Katrin Kunipatz

Seit einem Jahr bedeckt Sand die verbrannten Plasteabfälle in der Recyclinganlage im polnischen Brozek. Im Frühjahr 2017 war der über Wochen andauernde Schwelbrand erstickt worden. Die Forster Bevölkerung hatte sich wegen des stinkenden Qualms damals Sorgen um ihre Gesundheit gemacht. Ausgebrochen war das Feuer im Februar 2017. Nach anfänglichen Verzögerungen gab es seitdem in großen Abständen Gespräche zwischen Vertretern des Landkreises Spree-Neiße und Zary.

Bei der jüngsten Zusammenkunft in der vergangenen Woche sprachen die Verwaltungsstäbe der Landkreise Spree-Neiße und Zary über den weiteren Umgang mit der derzeit durch Sand abgedeckten Brandstelle. Landrat Janusz Dudojc unterrichtete Umweltdezernent Olaf Lalk und den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Forst Jens Handreck über die anhaltenden Kontrollen der Auflagen für den Unternehmer des Recyclinghofes. Diese würden vom Umweltamt der Woiwodschaft Lubuskie und der staatlichen Feuerwehr durchgeführt. Auch werde auf polnischer Seite das Oberflächenwasser und auf deutscher Seite das Grundwasser untersucht. Wie Lalk versicherte, gab es bisher keine Auffälligkeiten.

Weiter informierte Landrat Dudojc, dass das Umweltamt der Wojewodschaft im Rahmen seiner Kompetenzen entschieden habe, dass die jetzt abgekühlten Brandreste im Pyrolyseverfahren zu recyceln sind. Der Betreiber des Recyclinghofs wolle am 1. Juni beginnen, das verbrannte Material für die weitere Verarbeitung aufzunehmen. Wo die Aufbereitung stattfinden soll, darüber gab es keine Informationen.

Weiteres Thema in den Gesprächen waren die im April bekannt gewordenen Pläne zur Errichtung einer neuen Anlage zur Thermolyse von gebrauchten Reifen, Gummi und Gummiabfällen in der Gemeinde Brody. Diese steht nicht im Zusammenhang mit dem bereits bestehenden Recyclinghof. Laut der zwischen beiden Seiten abgestimmten Mitteilung vereinbarten die Gesprächsteilnehmer, weitere Informationen bei Behörden auf deutscher und polnischer Seite einzuholen. Zeitnah wolle man die Gespräche über das Neubauvorhaben im grenznahen Raum fortführen, heißt es weiter. Vorerst habe der Landkreis Spree-Neiße in verschiedenen Schreiben die Verantwortlichen in Polen und beim Landesumweltamt für das Vorhaben sensibilisiert. Man warte jetzt auf Antworten, so Lalk. Das Vorhaben befinde sich noch in einem sehr frühen Stadium.