Renate Bossack, seit 2012 Vorsitzende des Awo-Ortsverbandes Guben, sagte in ihrer kurzen, knackigen und dennoch sehr aussagekräftigen Festrede, dass die Awo in Guben 1991 mit sieben Mitarbeitern und zwei Sozialarbeitern begonnen und rund 45 Patienten betreut hat.

Heute sind dort 23 Mitarbeiter und etwa 120 Patienten, die in den verschiedensten Bereichen betreut werden. Die Awo Guben gliedert sich heute in Sozialstation, Tagesstätte, Ortsverein und 2010 kam eine Wäscherei hinzu.

40 Mitglieder hatte die Gubener Awo 1991, heute sind es 124. Ihrem Motto "Awo - Hilfe mit Herz" ist die Arbeiterwohlfahrt stets treu geblieben.

Die Umsetzung dieses Slogans ist nur durch die fleißige Arbeit der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen möglich, betonte Renate Bossack. "Immer stärker sind wir auf unsere freiwilligen Helfer angewiesen, die uns unterstützen und viele Stunden ihrer Freizeit opfern, um uns zu helfen", sagt sie. Die Ausfahrt mit dem Rollstuhl, der gemeinsame Einkauf oder ein Spaziergang - dies seien oft Dinge, die man ohne fremde Hilfe nicht machen kann. Sie seien aber für den Einzelnen sehr wichtig. Der Besuch und das Gespräch geben den Menschen wieder Kraft und Lebensfreude.

Auch der amtierende Bürgermeister Fred Mahro würdigte das Engagement des aus Guben nicht wegzudenkenden Vereins. "Ihr seid die wahren Helden der Gesellschaft", wendet er sich an die Ehrenamtlichen.

Für stolze 25 Jahre Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt wurden Angelika Müller, Margitta Raatzsch und Dorothea Borisch ausgezeichnet. Auf 20 Jahre Mitgliedschaft können Kerstin Müller, Katrin Kirsche, Beatrix Bümel, Renate Bossack und Hannelore Gardt zurückblicken. Ihnen allen galt bei der Veranstaltung der Dank für ihr engagiertes Wirken in der Stadt Guben.