„Ich bin kein AnkündigungsMensch, ich bin ein Arbeits-Mensch“ , sagte er gestern der RUNDSCHAU. Der 48-jährige Berliner wolle in Forst und in der Genossenschaft erst einmal „die Situation grundlegend kennen lernen und die Menschen, die damit zu tun haben“ . Den Wohnungsbestand des Unternehmens habe er schon ein wenig erkundet - bei der Suche nach einer Bleibe für sich. Schließlich wollten seine Frau und er die Region auch an den Wochenenden für sich entdecken. Ein Komplettumzug komme für die Familie jedoch nicht infrage, da die Frau in Berlin beruflich gebunden sei.
Fuderholz stammt nach eigenen Angaben aus einem kleinen Dorf im Sauerland, ging in Menden zur Schule, studierte in Bochum Sozialwissenschaften und hatte seine erste berufliche Station in der Dortmunder Stadtverwaltung im Planungsstab für Stadtentwicklung. Ab 1980 war der neue FWO-Chef bei der Internationalen Bauausstellung (IBA) in Berlin zuständig für die Sanierung rund ums Kottbusser Tor. 1989 wechselte er zum Bausenat und arbeitete dort 1990 bis 1998 als Abteilungsleiter für Bauförderung, Wohnungswesen und Stadterneuerung. Von dort ging er zur DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) und wurde deren Geschäftsführer. „Das war bereits mein beruflicher Abschied von Berlin“ , sagt Fuderholz heute. Denn die DSK sei als kommunaler Dienstleister für Stadtentwicklung bundesweit tätig und unterhalte unter anderem ein Regionalbüro in Cottbus.
Nach fristloser Kündigung 2002, aber gewonnenem Arbeitsgerichtsprozess war Fuderholz seit einigen Monaten auf Jobsuche - und bewarb sich erfolgreich bei der FWO. „Ich kenne die Region, ich kenne die Themen, ich fühle mich gut gerüstet“ , ist sich Günter Fuderholz sicher, dass er in Forst schnell Fuß fassen wird. Sein Vertrag ist, wie in solchen Positionen üblich, für fünf Jahre geschlossen. Forst soll Fuderholz' letzte berufliche Station vor der Rente sein. (tw)