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| 11:35 Uhr

Beim Städtevergleich reicht es nur für Platz 4
Viel Spaß beim Forster Freibadfest

 Das große Schwimmerbecken mit den 50-Meter-Bahnen bot genug Platz für Spaßpaddler und die Langstreckenschwimmer, die Kilometer für den Städtevergleich sammelten. Für einen Platz auf dem Podest reichte es allerdings nicht.
Das große Schwimmerbecken mit den 50-Meter-Bahnen bot genug Platz für Spaßpaddler und die Langstreckenschwimmer, die Kilometer für den Städtevergleich sammelten. Für einen Platz auf dem Podest reichte es allerdings nicht. FOTO: Anja Guhlan
Forst. Das Forster Freibad feiert mit Gästen anlässlich des 60-jährigen Bestehens ein buntes Freibadfest. Mit Wasserspielen in und um die Becken wurde das Fest zum Gaudi für Groß und Klein. Von Anja Guhlan

 Einen spannenden Tag für die gesamte Familie haben die Veranstalter anlässlich des 60. Geburtstages des Freibades  versprochen. Und sie haben Wort gehalten. An verschiedenen Stationen konnten vor allem Kinder viel Gaudi erleben. Bei einer Lufttemperatur von 24 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von 20 Grad Celsius lockte das Freibad zwar nicht Hundertscharen an, aber immerhin haben viele Familien einen Ausflug ins Freibad gewagt.

Zur Eröffnung sprachen die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Erinnerungen aus. Während Taubenek sich vor allem an die große Sanierung im Jahr 2003 erinnerte, da sie erst 2003 nach Forst kam, griff Woidke tiefer in die Geschichtskiste: Er lernte im Freibad das Schwimmen und nahm während der Sommerferien stets an den 14-tägigen Schwimmlagern teil. In diesen Schwimmlagern wurden bis zu 200 Kinder von Sportlehrern der Forster Schulen betreut. Den Abschluss bildete immer ein Neptunfest, in dem die Kinder ihre Schwimmtaufe durch Neptun erhielten.

Höhepunkt zum Freibadfest war für viele Kinder wie für die beiden elfjährigen Jungs  Nico und Nick aus Döbern der Sprungturm. Stundenlang konnten sie Sprünge vom Turm üben. „Wir wagen uns langsam an das Zehn-Meter-Brett heran“, meint Nico, der gerade vom Fünf-Meter-Brett gesprungen ist. „Das fetzt. Und die zehn Meter schaffen wir heute auch noch“, verspricht er.

Schon vor  60 Jahren lockte das Freibad Forst vor allem Wasserspringer an. Die Anlage galt aufgrund des zehn Meter hohen Sprungturmes schon damals als beliebte Freizeit- und Sportstätte.  Einen Zehn-Meter-Turm besaß nämlich zunächst keine Stadt im weiteren Umkreis bis nach Berlin und Dresden.  Und auch heutzutage ist es ein Alleinstellungsmerkmal.

Auch dem achtjährigen Till gefällt der Sprungturm am besten, aber er findet das Freibad generell gut. Er hat hier auch schon mehrere Schwimmstufen absolviert. Genauso wie sein Vater Henry Zech (39), der selbst im Freibad das Schwimmen lernte.  „Das Bad und das Fest sind wichtig für das Leben in Forst“, meint Henry Zech und lobt die Schwimmkurse. Zudem dient die Anlage als wichtiges Breitensportangebot für Vereine.

Nicht zuletzt können Kinder auf der Anlage viel Spaß haben.  Josie  (10) ist mit ihrer Oma und Freundin Zoey (10) ins Freibad gekommen. Die beiden Mädchen toben sich sowohl  auf den Schlauchbooten als auch beim Rutschen aus.  Josie findet es „richtig cool hier.  Das Rutschen auf den beiden Rutschen macht mir besonders Spaß.“ Außerdem sei der Eintritt nicht so teuer.

Im Sprungbecken wurde lediglich für kurze Zeit das Springen untersagt und ein Wasserballturnier gestartet.  Drei Mannschaften haben sich zusammengefunden und kämpfen nun im Wasser um jeden Ball. Aber auch außerhalb der Becken ist Gaudi angesagt: ob beim Wasserbomben-Werfen, beim Rettungsballweitwurf,  beim Wasserspritzen auf Dosen oder bei der Wasserschlacht. „Hier steht wirklich der Spaß im Vordergrund, obwohl wir mit einigen Spielen schon die motorischen oder feinmotorischen Fähigkeiten aufbauen wollen“, meint Maria Stein, Ausbilde-
rin bei der Forster Wasserwacht des DRK, die das Freibadfest mit unterstützt.

Unterstützt wird das Freibadfest  von sämtlichen Wassersportvereinen der Stadt. Denn zeitgleich zum Freibadfest wird das Stundenschwimmen ausgetragen.  Zahlreiche Schwimmer befinden sich auf den 50-Meter-Bahnen im großen Becken und versuchen, im Städtevergleich die meisten Kilometer zu schwimmen. Auch Sebastian Hecht und Victoria Ferdyn (17) vom Forster Schwimmverein ESV befinden sich im Wasser und ziehen ihre Bahnen.  Während Sebastian Hecht bereits zur Mittagsstunde sechs Kilometer geschwommen ist, liegt Victoria Ferdyn mit fünf Kilometern nur knapp dahinter. Beide kämpfen für ihre Stadt um geschwommene Kilometer. „Mir macht das Ausdauerschwimmen jede Menge Spaß. Zudem ist es für mich als Schwimmerin ein gutes Training“, erzählt sie. Sebastian Hecht weiß als Trainer  beim ESV, worauf es ankommt: auf jede Menge Ausdauer, die richtige Einteilung der Kraft und auf das gleichmäßige Tempo.