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Groß Schacksdorf
40 Weihnachtsbäume sorgen für Licht und Wärme

Douglasien, Nordmanntannen, Blautannen und Kiefern trugen die Groß Schacksdorfer zusammen.
Douglasien, Nordmanntannen, Blautannen und Kiefern trugen die Groß Schacksdorfer zusammen. FOTO: Angela Hanschke
Groß Schacksdorf. Die Schlepperfreunde Groß Schacksdorf luden zum ersten Mal zum Verbrennen der Nadelbäume ein.

Am Samstagnachmittag haben die ausgemusterten Weihnachtsbäume beim Weihnachtsbaumverbrennen noch einmal für Licht und Glanz gesorgt. Erstmals luden die Mitglieder des Vereins der Oldtimer- und Schlepperfreunde nicht auf die romantische Schlosswiese sondern aufs Vereinsgelände in der Groß Schacksdorfer Forster Straße 3 und öffneten die vor drei Monaten eingeweihte Halle zum Unterstellen von historischen Landmaschinen für die Besucher.

In den Wochen zuvor hatten sie in Eigenregie auf dem Gelände einen modernen Sanitärtrakt installiert. „Der neue Standort wurde sehr gut angenommen“, stellte Ute Jeschke erfreut fest. Und Jutta Christoph ergänzte: „Auch Einwohner aus Simmersdorf, Smarso, Forst und Gahry fanden sich ein. Das waren erheblich mehr als im Vorjahr.“ Beide Frauen sind im Verein organisiert und sorgten bereits ab 15 Uhr gemeinsam mit den Ehefrauen der Schlepperfreunde für die leckeren Eierplinze, die wahlweise mit Preiselbeerfüllung, mit Zucker und Zimt oder gebuttert und gezuckert, reißenden Absatz fanden.

Die Groß Schacksdorferin Eva Rasch lobte vor allem die Bratwurst vom Grill. Ein ständiges Kommen und Gehen herrschte. „Es waren weit mehr als 100 Besucher“, schätzte der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Christoph ein, der sich im Namen aller Vereinsmitglieder für das rege Interesse bedankte. Vor allem ältere Gäste begeisterten sich für die ausgestellte historische Technik. Die betagte Kiepe und eine Mostpresse stammen aus dem Bestand der ehemaligen Heimatstube. Neuester Zugang im Vereins-Fundus: ein funktionsfähiges Butterfass und eine Zentrifuge – ein Geschenk der Familie Martin Paul aus Domsdorf. Angetan vom Treffen war auch Uwe Zernsdorf. Der stolze Besitzer von zwei historischen Traktoren aus der Stadt Döbern ist seit einigen Monaten jüngstes Vereinsmitglied.

Die meisten der Oldtimer- und Schlepperfreunde sind ehemalige Kameraden von örtlichen Feuerwehren und achteten auf die Einhaltung der Auflagen durch das Amt Döbern-Land. Für den zehnjährigen Franz, den neunjährigen Oskar und Luis (6), der aus Dresden kommend, seine im Ort lebende Großmutter besuchte, war das Kinderfeuer eine großartige und aufregende Angelegenheit. Rund 40 Douglasien, Nordmanntannen, Blautannen und Kiefern, in den Vorwochen zusammengetragen, gingen beim Hauptfeuer in Rauch auf. Ihr Geruch mischte sich mit dem Duft von Glühwein, den sich die Schaulustigen schmecken ließen.

Ehemalige Weihnachtsbaumbesitzer wurden mit einem Gratis-Becher belohnt. Auch Silvia und Sigurt Dittrich nahmen Abschied vom ehemaligen Weihnachtsbaum – einer Kiefer aus dem eigenen Wald. Doch nicht alle, die versonnen in die Flammen blickten, haben sich bereits von ihren Schmuckstücken getrennt. Die Kunststofftanne von Kat­rin und René Dziergwa, die noch mindestens eine Woche stehen bleiben soll, hätten die Organisatoren entschieden zurückgewiesen. Doch auch Arnim Mettke, der auf echte Nadelbäume schwört, sagte: „Unser Weihnachtsbaum steht immer bis zum 31. Januar. Das ist Familientradition“.

(aha)