"Wir haben den Widerstand nur eingesammelt", sagt Kirsten Schütz. Die Groß Schacksdorferin hat das Bürgerbegehren am 24. April beim Amt Döbern-Land eingereicht. Zu den Unterzeichnern gehören auch etwa 40 Prozent der Gemeindevertreter. Sie haben wie all die anderen Unterzeichner dafür votiert, dass die Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf politisch eigenständig bleibt und die Entscheidung zur Zukunft der Gemeinde nicht allein von den Verhandlungsführern getroffen wird, die der Gemeinderat eingesetzt hat. Das sind Bürgermeister Wolfgang Katzula sowie die Ortsvorsteher Gerd Kaufmann (Groß Schacksdorf) und Doris Tamm (Simmersdorf).

"Wir wollen, dass jeder Einwohner der Gemeinde Gelegenheit bekommt, seine Stimme abzugeben, per Bürgerentscheid zur Landtagswahl im September", erklärt Kristen Schütz und betont: "Das ist Demokratie." Es habe schon im Jahr 2012 Stimmen gegeben, die die Eingliederung nach Forst wollten, und andere, die eine Großgemeinde bevorzugen. "Diejenigen, die die gleiche Idee mit mir teilen, haben von Anfang an versucht, die Gemeindevertretung zu bewegen, für alle Wege offen zu bleiben. Das heißt, es sollten sowohl die Eingemeindung nach Forst als auch die Entscheidung für eine Großgemeinde geprüft werden", erklärt sie. Dazu habe es im November 2012 einen Beschluss gegeben. In der Praxis werde jedoch einseitig die Eingemeindung nach Forst verfolgt. Auslöser sei eine Bürgerbefragung zum Gebietsanschluss der Orte von Oktober/November 2013. 51,44 Prozent der Befragten sprachen sich damals für Forst aus, 48,56 Prozent für eine Großgemeinde. "Zu dem Zeitpunkt gab es weder Vorverträge, noch waren konkrete Details bekannt, was das bedeutet", so Schütz. Die habe es danach in mehreren Präsentationen der Stadt Forst gegeben.

"Ich möchte die Eingemeindung nach Forst nicht", sagt Schütz. Damit ist sie nicht allein, wie die 340 Unterschriften zeigen. Sie repräsentieren den Willen von rund 35,6 Prozent der 956 Wahlberechtigten der Gemeinde.