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| 14:42 Uhr

Konzert im Manitu
Brian Bossert hofft auf seine Söhne

 Selbst zum 30. Bühnenjubiläum fördert Lokalmatador Brian Bossert den Nachwuchs: Hier musiziert er mit der jungen Sängerin Lisa Temesvàri-Alamer.
Selbst zum 30. Bühnenjubiläum fördert Lokalmatador Brian Bossert den Nachwuchs: Hier musiziert er mit der jungen Sängerin Lisa Temesvàri-Alamer. FOTO: Margit Jahn
Forst. Eine große Familie feiert das 30. Bühnenjubiläum eines Vollblutmusikers. Von Margit Jahn

Brian Bossert ist ein Name, den jeder Forster und Musikfreund kennt. Seit 30 Jahren ist er der Musik verfallen. Am Samstagabend feierte der Vollblutmusiker sein 30. Bühnenjubiläum im „Manitu“. Viele Gäste und Musikerkollegen kamen. Am 16. März vor 30 Jahren hatte die musikalische Karriere im Euloer Bluesschuppen begonnen. Er trat damals in der Pause der UHU-Band auf. Die „immergrünen Melodeien“ von damals haben sich schnell zum herzhaften Rock entwickelt.

Viele musikalische Projekte sind in den 30 Jahren entstanden. Mit einem Dudelsackständchen vom Mann einer Kollegin ist Brian Bossert am Abend überrascht worden. Er dankte in einer sehr emotionalen Rede allen Wegbegleitern, den Fans sowie den Medien. Und er dankte besonders auch seinen Kindern. „Ich hoffe, dass sie irgendwann meine Musik weitertragen“, sagte er. Und an die Masse im Saal erklärte er: „Schönen Dank, dass ihr da seid.“

Nebenher stellte er fest: „Ich habe vergessen, mich bei den Bikern zu bedanken.“ Bei so vielen Weggefährten und Freunden kann man den Überblick verlieren. Mit einem Lächeln gestand er: „Ich habe sogar mal einen Schlager von Roland Kaiser gespielt.“

Den musikalischen Auftakt wagte er mit seinem Sohn Calvin. Calvin sang stolz neben Papa auf der großen Bühne: „Herr Präsident, ich bin jetzt zwölf Jahre alt“ aus dem Lied „Wozu sind Kriege da?“ von Udo Lindenberg. „Jetzt muss der Große ran“ war danach die Aufforderung für seinen großen Sohn Marvin, der „Karl der Käfer“ präsentierte. Zuvor hatte Brian Bossert diverse Perkussion-Instrumente in sein Publikum geworfen und forderte sie nun zum Mitgestalten auf. Marvin, der sich inzwischen zu einem jungen Mann entwickelt hat, sang mit tiefer Bass-Stimme die Geschichte vom Käfer Karl.

Dann folgten Auftritte mit diversen Formationen aus den 30 Jahren. Marv & Frank, Eclat, Shawue, River of No return, BB &The String Tornados, The Pink Floyd Projekt, Wolfgang Dannat und viele weitere Musiker, die den Jubilar gebührend würdigten. Alle traten an diesem Abend unentgeltlich auf. Der Eintritt des Abends wird in Form von Musikinstrumenten-Spenden den Forster Kindertagesstätten zugute kommen.

Bis aus Brandenburg an der Havel waren Fans gekommen. Mario Steinbrink sagte: „Brian kenne ich seit etwa 30 Jahren, also von Anfang an. Er ist ein toller Typ mit toller Musik.“ Als Krankenpfleger hatte er sich extra das Wochenende frei genommen, um beim Jubiläumskonzert dabei zu sein. Auch bei den Gedenk-Konzerten für Brian Bosserts verstorbenen Bruder sei er fast immer dabei. „Mir ist heute die Tanzfläche zu klein“, erklärte er. Denn kaum erklangen die ersten Gitarrenakkorde, waren Steinbrink und seine zwei mitgereisten Freunde nicht mehr auf den Stühlen zu halten und stürzten zur Bühne, um dort ausgelassen zu rocken.

Ulrike Weber und Christine Riedel verfolgten gespannt den Auftritt von Lisa Temesvàri-Alamer. Christine Riedel, Oma von Lisa: „Es ist wie eine Familie hier, egal wie alt man ist, man wird nie schief angeguckt.“

Beim Lied „Warum sind schöne Tage so schnell um?“ sang das gesamte Publikum laut den Refrain mit. Auch Wolfgang Dannat resümierte „Ich bin gerne mit Brian auf der Bühne“. Bevor dann Shawue die Bühne übernahm, sagte Brian: „Es waren Leute da, die ich gefühlte 100 Jahre nicht gesehen habe. Vielen Dank an das geneigte Publikum, das mich 30 Jahre begleitet hat“.

 Selbst zum 30. Bühnenjubiläum fördert Lokalmatador Brian Bossert den Nachwuchs: Hier musiziert er mit der jungen Sängerin  Lisa Temesvàri-Alamer.
Selbst zum 30. Bühnenjubiläum fördert Lokalmatador Brian Bossert den Nachwuchs: Hier musiziert er mit der jungen Sängerin Lisa Temesvàri-Alamer. FOTO: Margit Jahn