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Tag der offenen Tür
Schüler zeigen stolz Ergebnisse

Projektleiterin Mathe und Physiklehrerin Frau Krause zusammen mit Lisa Schwarz, Luca Hartfelt und Hanna Walther am selbst gebauten Modell des Sarkophages von Fukushima.
Projektleiterin Mathe und Physiklehrerin Frau Krause zusammen mit Lisa Schwarz, Luca Hartfelt und Hanna Walther am selbst gebauten Modell des Sarkophages von Fukushima. FOTO: Margit Jahn
Forst. 23 Projekte wurden in der vergangenen Woche am Forster Gymnasium durchgeführt.

Von den „Royals“ über „Fukushima“ bis zum „kleinen Prinzen“ -  das waren einige der Themen des einwöchigen Projektes „Zeitreise durch das 21. Jahrhundert“ zum Tag der Offenen Tür am Forster Gymnasium. Insgesamt 23 Projekte mit jeweils zehn bis 12 Schülern wurden in der vergangenen Woche an der Schule durchgeführt. Diese wurden für den Tag der offenen Tür am vergangenen Wochenende übersichtlich zusammengefasst und in den jeweiligen Räumen von den Teilnehmern der Arbeitsgruppen mit ihren Projektleitern präsentiert. Angebotene Themen waren beispielsweise „Wir sind keine Weltmeister- Turnen aber immer noch“, „Wir sind Papst“, „Zwischen Abschied und Ankommen“, „Was ist die Wurzel aus Drei?“, „Robotops“, „Tanz-Magie des Lebens“ und „Generation Smartphone“.

Die 15-jährige Vivian Heßlich sowie die 16-jährige Laurine Merboth waren zwei der Projektteilnehmer von „Bertas Blog“, den es schon seit Dezember 2016 gibt. Eine ganze Woche lang beschäftigte sich ihre Gruppe unter Anleitung von Projektleiterin Madeleine Petschke mit dem Thema Schülerzeitung online. Dafür luden sie sich prominente Gäste wie Florian Engels, Regierungssprecher von Brandenburg, Thomas Kropp, Leiter der Fachstelle Kinder-und Jugendbeteiligung in Brandenburg, sowie diverse Journalisten aus dem Umland und aus Berlin ein.

Laurine Merboth hat das Projekt gefallen: „Hier konnten wir über Themen schreiben, die sehr interessant waren und damit die Leser anregen.“ Die Gruppe hat sich mit den Besonderheiten der verschiedenen Darstellungsformen und Arten der Berichterstattung beschäftet. Nach dieser Erfahrung kann sich Laurine Merboth einen Job in den Medien vorstellen: „Aber mehr in Richtung Werbung und Management.“ Auch Projektleiterin Madeleine Petschke zeigt sich zufrieden: „Die Woche ist sehr gut gelaufen. Die Schüler waren sehr interessiert und haben sich gut beteiligt.“

„Atomkraft nein Danke“ war ein ernstes Thema, welches Projektleiterin Frau Krause mit interessierten Schülern in ihrer Gruppe anbot. Hier ging es um den zeitlichen Ablauf der Fukushima Nuklear-Katastrophe sowie deren unmittelbaren Folgen. Atomausstieg und alternative Energien wie die Solarenergie wurden ebenfalls diskutiert. „Da das Thema Radioaktivität Unterrichtstoff der zehnten Klasse ist, waren die Grundlagen da“ so Lehrerin Krause. Für Auflockerung sorgte der Film „Atommüll, Fukushima und die strahlende Kartoffelscheune“. Luca Hartfeld liegt das Thema am Herzen: „Ich belege den Physikleistungskurs und interessiere mich für dieses Thema. Die Folgen von Fukushima merken wir heute auch noch.“ Er möchte seinen Mitschülern dieses traurige Thema gerne näherbringen. „Besonders wie Kraftwerke aufgebaut sind und was schief gegangen ist“, verrät Luca Hartfeld. Die Schüler fordern, dass die Atomkraftwerke abgeschaltet werden: „Diese Kraftwerke sind eine extreme Umweltzerstörung und das können wir uns nicht leisten. Man muss an die nächsten Generationen denken.“ Ein selbstgebauter Nachbau des Sarkophages, wie ihn Fukushima im Mai 2018 fertig gestellt haben soll, steht dabei vor ihm auf dem Tisch und veranschaulicht das Problem. 100 Jahre soll die Hülle aus Stahl vor den tödlichen Strahlen schützen. Lisa Schwarz und Hanna Walther, beide aus der elften Klassen, hat das Projekt ebenfalls Spaß gemacht.

Auch für musikalische Unterhaltung war beim Tag der offenen Tür gesorgt. Auf dem großen Flur gab die Instrumentalklasse ein kleines Ständchen. Als Highlight der Schule empfohlen ist das Theaterstück „Der kleine Prinz“ in moderner Rahmenhandlung, welches in 30 Minuten wechselnd in deutsch, polnisch und englisch aufgeführt wurde.

Ein weiteres spannenden Thema war „Meet the Royals“. Hier unternahmen die Teilnehmer eine Zeitreise ins Jahr 2013 zur englischen Königsfamilie. Fabian Schuster führte hier mit Herzblut durch die Ausstellung. Er ist dabei, „weil ich mal etwas über die Familie erfahren wollte.“ Inzwischen kennt er sich mit allen Namen und Verbindungen der königlichen Familie gut aus.

(Margit Jahn)