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2017 verschwindet das Holperpflaster

Linksverkehr ist auf der Domsdorfer Straße in Forst gelebte Praxis. Die schlechte Fahrbahn soll in diesem Jahr erneuert werden.
Linksverkehr ist auf der Domsdorfer Straße in Forst gelebte Praxis. Die schlechte Fahrbahn soll in diesem Jahr erneuert werden. FOTO: kkz
Forst. Teile der Domsdorfer und der Muskauer Straße sollen noch in diesem Jahr erneuert werden. Im Bauausschuss wurden die Pläne für das gemeinsame Vorhaben des Landkreises und der Stadtverwaltung Forst vorgestellt. Katrin Kunipatz

Der Linksverkehr auf der Domsdorfer Straße in Forst ist gelebte Praxis. Wer kann, fährt stadteinwärts auf der linken asphaltierten Fahrbahnseite, um dem holprigen Kopfsteinpflaster zu entgehen.

Damit soll bald Schluss sein. Landkreis und Stadt Forst planen noch in diesem Jahr, den Straßenabschnitt zu erneuern. Das gesamte Projekt betrifft die Kreisstraße K 7109 zwischen der Obi-Kreuzung und dem Domsdorfer Kirchweg. Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde in Spree-Neiße, erklärte, dass für das Vorhaben Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz zugesagt wurden.

Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte. Der erste betrifft die Domsdorfer und die Muskauer Straße und der zweite die Skurumer Straße. Der zweite Abschnitt kann aber erst in Angriff genommen werden, wenn die Arbeiten auf der Spremberger Straße beendet sind und keine Umleitung nötig ist.

Am Donnerstag stellte das beauftragte Cottbuser Planungsbüro Inros Lackner im Bauausschuss der Stadt Forst die Planung für den ersten Bauabschnitt vor. Konkret soll die Domsdorfer Straße zwischen Domsdorfer Kirchweg und Herderstraße und im weiteren Verlauf die Muskauer Straße zwischen Herderstraße und Skurumer Straße grundhaft ausgebaut werden. "Der Abschnitt ist insgesamt 1560 Meter lang und soll in drei Teilen gebaut werden", erklärt Projektingenieur Klaus Strehlow vom Planungsbüro. Beginnend am Domsdorfer Kirchweg reicht der erste Abschnitt bis zur Märkischen Straße, der zweite bis zum Maulbeerweg und der dritte bis zur Skurumer Straße. Nötig sei diese Unterteilung, um den Verkehr entsprechend um die Baustelle leiten zu können.

Die neue Straße wird eine sechs Meter breite Fahrbahn mit einem Asphaltbelag haben. Hinzu kommen 1,5 Meter breite Bankette. Der Gehweg soll zwei Meter breit sein. In der Ortslage wird er - wie jetzt auch schon - auf der östlichen Seite der Straße abgegrenzt durch einen Bordstein geführt und mit Betonsteinen befestigt. Etwa in Höhe der Domsdorfer Straße 61a soll der Gehweg auf die westliche Straßenseite wechseln. Hier ist als Querungshilfe eine Mittelinsel geplant. Als Asphaltweg wird der Gehweg im Abstand von 3,5 Metern separat neben der Fahrbahn bis zum bereits in Domsdorf vorhandenen Gehweg geführt. Entlang des gesamten Weges ist eine Straßenbeleuchtung geplant. Die vorhandene Bushaltestelle bleibt an Ort und Stelle, wird aber behindertengerecht gebaut. Die Breite der Grundstückszufahrten und ihre genaue Position werden noch mit den Eigentümern abgestimmt. Im Ausgleich für den 700 Meter langen und zwei Meter breiten Gehweg müssen 72 Bäume neu gepflanzt werden. Dies soll nach Möglichkeit beiderseits der Straße passieren. Hier laufen noch Abstimmungen.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich für den Landkreis auf rund 700 000 Euro. Die Stadt Forst schätzt ihren Anteil für Gehweg und Straßenbeleuchtung auf rund 370 000 Euro. Darin sind die Kosten für die Grundstückszufahrten noch nicht enthalten. Stimmen die Stadtverordneten dem Bauvorhaben zu, wird noch im ersten Halbjahr 2017 eine Informationsveranstaltung mit den betroffenen Anliegern und Grundstückseigentümern stattfinden. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Wobei Frank Kuckert im Moment davon ausgeht, dass die Straße wahrscheinlich nicht bis zum Jahresende fertig sein wird. Restarbeiten und der zweite Bauabschnitt - Skurumer Straße zwischen Muskauer Straße und Umgehungsstraße - folgen dann 2018.

Zum Thema:
Der erste Bauabschnitt hat eine Länge von 1560 Metern, wird in drei Teile gegliedert, die nacheinander gebaut werden. Die Fahrbahn hat nach der Erneuerung eine Breite von sechs Metern. Hinzu kommt ein zwei Meter breiter Gehweg auf der einen und ein unbefestigter Seitenstreifen auf der anderen Seite. Entlang des gesamten Gehwegs entsteht eine Straßenbeleuchtung. Der zweite Bauabschnitt betrifft die Skurumer Straße zwischen Muskauer Straße und Umgehungsstraße. Dieser Teil wird später geplant und erst 2018 umgesetzt.