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17 Hundertstel haben entschieden

Der Löschangriff nass ist Hauptbestandteil des Radewieser Feuerwehr- und Dorffestes. 15 Mannschaften waren diesmal am Start, darunter auch dieses Team aus Neuendorf.
Der Löschangriff nass ist Hauptbestandteil des Radewieser Feuerwehr- und Dorffestes. 15 Mannschaften waren diesmal am Start, darunter auch dieses Team aus Neuendorf. FOTO: Hirche
Radewiese. 15 Mannschaften gehen beim Traditionellen Löschangriff nass in Radewiese an den Start. Groß Schacksdorf gewinnt vor Mulknitz und Bresinchen. Marion Hirche

Lange Zeit sahen die Mulknitzer wie die Sieger bei den Männern aus. Mit 24.57 Sekunden hatten sie eine Spitzenzeit vorgelegt, die auch landesweit für Aufsehen sorgt. Aber dann wurde ihr Sieg noch kurz vor der Zielgeraden ausgebremst. In ihrem zweiten Lauf waren die Groß Schacksdorfer noch 17 Hundertstel schneller und gewannen mit einer Zeit von 24.40 Sekunden. "Da sind wir schon ganz schön stolz auf unsere Männer", freute sich Annett Jeschke aus Groß Schacksdorf. Auf Rang drei kam das Septett aus dem Gubener Ortsteil Bresinchen.

Nicht so gut lief es bei den Gastgebern. Sie kamen nach einem verpatzten ersten Lauf (53.00 Sekunden) auf Platz zehn von elf Teams nicht hinaus. "Wir sind ja ein kleiner Ortsteil und haben nicht so viele junge Leute. Die Jänschwalder helfen uns - schade, dass es heute nicht so geklappt hat, aber wir waren dabei", musste der Chef der Radewieser Löschgruppe Lothar Metag eingestehen. Die Radewieser Frauen, die spitze sind und in diesem Jahr bei den Landesmeisterschaften starten, hatten aus Urlaubsgründen keine Mannschaft zusammen bekommen.

Metag war am Sonnabend selbst Mitglied des Ü 40-Teams der Radewieser. Im Wettkampf mit der alten Löschtechnik waren die "Alten Herren" gut drei Sekunden schneller als ihr Nachwuchs.

Eine Bereicherung waren in jedem Fall die beiden Teams aus Zielona Gora und Zbaszynek, die von Klaus Semisch betreut wurden. Zbaszynek bekam zusätzlich Tipps von Kameraden ihrer Partnerwehr Peitz. Frank Lange und Falk Grosch erklärten Karolina, Patricia und Magdalena vor dem Rennen, worauf es ankommt. Siegfried Roch gab auch den Startschuss für die Ü 40-Mannschaften, aus Peitz, Bärenbrück und Radwiese.

Neben dem streng nach offiziellen Regeln durchgeführten Feuerwehrsportwettkampf war auch diesmal wieder ein Spaßvergleich im Programmangebot. André Pursche aus Radewiese hatte sich wieder diesen besonderen Wettkampf ausgedacht. Los ging's mit dem Radewieser Dreierski für die Viererteams, dann wurden durch Schwammwurf Eimer mit Wasser gefüllt, Biergläser um die Wette ausgetrunken, Drehungen um einen Stab praktiziert und am Ende wurden noch Kronverschlüsse beim Tischwackeln umgedreht. Bei diesem Rennen um die beste Zeit waren auch Teilnehmer aus den Zuschauerreihen am Start, so zum Beispiel eine Mannschaft aus Kathlow.

Kaffee und Kuchen - wohl jede Frau aus Radewiese hatte einen Beitrag zum Kuchenbüfett geliefert - gab es für die Zuschauer. Die Kinder konnten auf einer Hüpfburg toben. DJ Micky, Andreas Migdal, führte wie immer sachkundig durch den Wettkampfnachmittag und charmant durch den Tanzabend.