In der Stadt Döbern rätseln derzeit die Verwaltung und der Sportverein über ein Phänomen, das sich im September zugetragen haben soll und eine kostspielige Rechnung verursacht hat. An der Blauen Turnhalle in der Jahnstraße sind im Umkleidetrakt, der schon seit einiger Zeit nicht mehr genutzt wird, 100 Kubikmeter Wasser verschwunden. Der Sportverein als Nutzer hat jetzt die Rechnung dafür erhalten und soll 1000 Euro Wassergebühren bezahlen.

Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) schilderte den Fall im jüngsten Bauausschuss und zeigte sich ratlos – so wie alle Beteiligten. „Weder das Amt noch der SV Döbern können sich erklären, wie die immense Entnahme vonstatten gegangen sein soll“, betonte Rakete. „Der Vorstand des SV ist dennoch bereit, einen Anteil zu bezahlen, bittet aber zu beachten, dass es sich um einen ehrenamtlich geführten Verein handelt“, so der Bürgermeister.

Nacheichung des Zählers empfohlen

Auch die Mitglieder des Ausschusses konnten das Phänomen um das verschwundene Wasser nicht aufklären. Gerd Döhler schlug vor, den Wasserzähler unter die Lupe nehmen zu lassen. „Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, die 60 Euro in die Hand zu nehmen und den Zähler nacheichen zu lassen“. Stelle sich dabei heraus, dass der Zähler nicht korrekt gearbeitet habe, sei das Problem erledigt.

Doch was passiert, wenn sich diese Vermutung nicht bestätigt? Für diesen Fall haben sich die Mitglieder des Bauausschusses dafür ausgesprochen, den Verein zu entlasten. 75 Prozent der Rechnung soll dann die Stadt übernehmen, 25 Prozent der Sportverein.