(leh) Die Feuerwehrhistoriker aus Breitenau und Goßmar, die am Wochenende im österreichischen Bruck an der 9. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft teilgenommen haben, machten als einzige Vertreter aus Brandenburg dem Land alle Ehre.

„Unsere Fahrzeuge, LO und W50, immerhin Baujahr 1983 und 1977, haben es bis zum Fuschertörl in 2428 Meter Höhe am Großglockner geschafft. 68 von 77 angemeldeten Fahrzeugen haben sich an dieser Ausfahrt beteiligt. Wir Breitenauer fuhren mit unserem 75-PS-Lkw auf Platz 46. Goßmar kam auf Platz 64“, berichtet Ralf Laake, Chef der Breitenauer Feuerwehrhistoriker. „Es war wieder einwandfrei. Wir sind mit unserem Ergebnis zufrieden“, sagt er. „Wir wissen: Unsere Oldies laufen! Beim W50 war ein Reifenwechsel vorn links notwendig, beim LO mussten nicht mal die Kerzen gewechselt werden“, so Laake.

Auf der berühmtesten Aplenstraße

Bei der Wertungsfahrt bis zum ersten Pass entlang der berühmtesten Alpenstraße im Nationalpark Hohe Tauern saß Ralf Laake selbst am Steuer des LO. „Wir haben nicht wieder den Fehler wie vor zwei Jahren gemacht und andere höflich vorbei gelassen. Es ist ja schließlich eine WM!“, berichtet er. Ihr LO schaffte bergauf zwischen 20 und 35 km/h. Bis zum Pass brauchten sie 1:06 Stunde. Beim Geschicklichkeitsfahren landeten die Breitenauer auf Platz 26 und die Goßmarer auf Platz 29 von 38 Startern. Die 1. Ausfahrt, ein Gleichmäßigkeitsfahren, hatte zur Aufgabe, eine 19,7-Kilometer-Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,3 km/h zurückzulegen. In der Wertungsgruppe Baujahr 1971-1992 schafften die Goßmarer Platz 6 und die Breitenauer Platz 33 von 39 Teilnehmern. Einen zusätzlichen Start haben die Breitenauer geradezu herausgefordert. Ralf Laake: „Es gab im Rahmenprogramm einen Gaudiwettstreit mit Handdruckspritzen. Und wir Breitenauer hatten unsere T-Shirts mit der Aufschrift ‚1. Handdruckspritzenlöschzug’ an. Da mussten wir mitmachen und haben eine 37er-Zeit geschafft.“

2021 bitte noch mehr Ostautos!

In zwei Jahren findet die Feuerwehr-Oldtimer-WM zum 10. Mal statt. „Da sind wir wieder dabei“, versichern die Breitenauer und Goßmarer. „Und wir sollen noch mehr Ostautos mitbringen“, wirbt Laake um weitere Teilnehmer. „Da sind die Österreicher ganz heiß drauf!“