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| 22:43 Uhr

Reaktion der Stadt Finsterwalde
Einflussnahme von jedem Abgeordneten ist wichtig

Finsterwalde. Auf den Beitrag „Bürger für Finsterwalde denken über Legislatur hinaus“ vom 16. Mai, der sich auf eine Pressemitteilung der Bürger für Finsterwalde (BfF) bezieht, hat Stadtsprecherin Paula Vogel reagiert. Sie bezieht sich auf die Aussagen zur D-Arzt-Situation in Finsterwalde.

Paula Vogel nimmt Bezug auf die Anfrage von Marlies Homagk zur D-Arzt-Versorgung in Finsterwalde. Die Anwort von .Michael Miersch sei „so verkürzt dargestellt, dass dem Leser die Untätigkeit der Stadt Finsterwalde in dieser Sache suggeriert wird“, so Vogel. Das Zitat der Stadtverordneten Homagk „(…). Dennoch dürfen solch ,offene Wunden‘ für eine Stadt wie Finsterwalde nicht unbehandelt bleiben“, hätte diesen Eindruck noch verschärft.

Paula Vogel ergänzt: „Der Fachbereichsleister für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, Michael Miersch, hatte in seiner Antwort ausgeführt, dass unabhängig davon, in wessen Verantwortung (Berufsgenossenschaft) die Versorgung der Einwohner bei Arbeitsunfällen mit einem Durchgangsarzt liegt, zwischen der Verwaltungsleitung der Stadt und der Geschäftsleitung der EE-Kliniken regelmäßig Abstimmungsgespräche stattfinden.“

Im Rahmen der Wahrnehmung der Verantwortung für die Einwohner der Stadt sei so unter anderem die Berufsgenossenschaft frühzeitig auf die Beendigung der Tätigkeit des bisherigen D-Arztes in Finsterwalde hingewiesen  und um Beteiligung einer weiteren Fachärztin, nach vorheriger Rücksprache, an der Durchgangsarzttätigkeit gebeten worden. Das war im April 2016. „Eine Beteiligung seitens der Gesetzlichen Unfallversicherung als Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger blieb bislang aber ohne Erfolg“, schreibt die Stadtsprecherin.

Das EE-Klinikum selbst erfülle zwar die strukturellen Voraussetzungen für die Beteiligung an einer D-Arzt-Tätigkeit, nicht aber die personellen. Auch müsse hier nochmals unterschieden werden zwischen der akuten Versorgung eines Arbeitsunfalles und einer geplanten Weiterversorgung. Michael Miersch habe erklärt: „Die Akutversorgung von Arbeitsunfällen ist im Krankenhaus Finsterwalde nach wie vor uneingeschränkt möglich. Dies ist von der Berufsgenossenschaft auch ausdrücklich so gewollt. Die geplante Weiterbehandlung, unabhängig ob ambulant oder stationär, muss dann aber von einem von der Berufsgenossenschaft zugelassen D-Arzt bzw. Krankenhaus erfolgen.“

So bleibe es momentan dabei, dass jeder Abgeordnete, wie der Bürgermeister selbst auch, im Rahmen seiner Verantwortung und Möglichkeiten weiterhin Einfluss auf die unbefriedigende Situation nehmen sollte.