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Zum 12. Mal irisches Flair in Lichterfeld

Gut besucht war das Celtic Musik-Festival an der F60 wie hier bei "Robbie Doyle & Band".
Gut besucht war das Celtic Musik-Festival an der F60 wie hier bei "Robbie Doyle & Band". FOTO: Mirko Sattler/sam1
Lichterfeld. Bei der zwölften Auflage des Celtic Music Festivals am Liegenden Eifelturm hatte zwar am Freitagabend das Wetter den Machern einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Abendkasse gekillt, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. Bei angenehmen Temperaturen kamen dann am Samstag etwa 500 Besucher. sam1

Für sie hielt Veranstalter Andre Speri eine kleine Überraschung bzw. Entschädigung bereit. "Leider hat am Freitagabend eine Band, die hier bei uns ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern wollte, wegen der Erkrankung des Schlagzeugers abgesagt. Wir haben sofort bei unseren Agenturen in Dresden und Berlin angefragt. Leider konnte in der Kürze der Zeit kein Ersatz herbeigeschafft werden", so Andre Speri. So wurde das Programm angepasst und jeder Künstlerauftritt bekam mehr Zeit.

Drei Bands, eine Tanzformation und ein Solist sorgten für super Stimmung und ein Flair von der grünen Insel. Die Künstler kommen ausschließlich aus Europa. "Für unser Festival laden wir bekannte Gruppen die schon einmal bei uns waren wieder ein, aber auch neue Bands. Die Gäste bekommen von Jahr zu Jahr immer wieder Bands von Weltklasse geboten vorwiegend aus Irland, Schottland, aber auch aus den Niederlanden und Deutschland", so Speri.

Bei allem Zuspruch gab es auch eine kleine Kritik. "Es ist schade, dass bei einem Celtic-Festival kein Guinness-Bier ausgeschenkt wird. Ansonsten ist die Veranstaltung top. Deshalb sind wir auch schon zum 6. Mal dabei", meint Rüdiger Willing aus Hennersdorf.

Was das Guinness anbelangt, hat Andre Speri auch eine nachvollziehbare Erklärung. "Das Bier gab es bei uns noch nie. Alle Produkte die hier verkauft werden stammen aus der Region. Das dunkle Bier wird in Finsterwalde gebraut, der Wein zum Beispiel in Bad Liebenwerda abgefüllt und die Würstchen kommen von Fleischern im Umkreis von 50 Kilometern", erklärt der Veranstaltungschef.

Als einziger Gast hatte Bert Böhme einen Kilt an. "Wenn man sich damit komisch vorkommt, soll man es sein lassen. Mein Kilt wurde extra von der Familie genäht. Seit vier Jahren komme ich zu diesem Fest und finde, dasss die Stimmung, das ganze Feeling, die Leute Klasse sind.", verriet der 55-Jährige aus Pirna, der durch seinen Job in Finsterwalde seinen Zweitwohnsitz nach Lichterfeld verlegt hat.

Seit 11 Jahren moderiert Trubadur Henk die Veranstaltung. Mit seinem niederländischen Akzent bringt er zusätzlich zur Musik ein bisschen irisches Flair nach Lichterfeld. "Das Fest ist für mich ein Highlight. Viele Gäste sind Stammgäste. Es ist wie eine große Familie. Lampenfieber bei meinen Auftritten habe ich nicht, aber eine gesunde Aufregung", so der 53-Jährige.