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Zu Pfingsten im Museum Reise in Sonnewaldes Vergangenheit

Cheforganisator und Ortsvorsteher Axel Große (l.) mit Museumsleiter Hubert Schade in der aktuellen Ausstellung "Bier als Nahrungs-, Haus- und Heilmittel".
Cheforganisator und Ortsvorsteher Axel Große (l.) mit Museumsleiter Hubert Schade in der aktuellen Ausstellung "Bier als Nahrungs-, Haus- und Heilmittel". FOTO: Ivonne Kommolk/ikk2
Sonnewalde. Das Kultur- und Heimatfest Sonnewalde trägt seinen Namen nicht umsonst. Natürlich wollen die meisten Besucher am kommenden Wochenende vor allem feiern. Ivonne Kommolk/ikk2

Dennoch muss der kulturelle Anteil keinesfalls zu kurz kommen. Nicht nur der wunderschöne Schlosspark lädt zum Verweilen oder Erkunden des einzigartigen Planetenwanderweges ein. Das Heimatmuseum im Schloss bietet als zuverlässiger und langjähriger Partner wieder viele sehenswürdige Ausstellungen für seine Besucher. Was Günther Lorenz und Konrad Ziegler einst als Heimatstube gründeten, ist zu einem etablierten Museum geworden, welches auch in angesagten Reiseführern zu finden ist. Seit etwa zehn Jahren ist Hubert Schade, ehemaliger Sonnewalder Lehrer, Leiter der Kulturstätte. Seit 1994 sind er und seine beiden Mitstreiterinnen Inge Hüttig und Helge Gregor ehrenamtlich im Schloss zu Gange und erschließen seitdem immer mehr Räumlichkeiten, um sie den Besuchern interessant gestaltet zugänglich zu machen. "Wir haben inzwischen zwanzig Räume mit den verschiedensten Ausstellungen zu bieten. Aktuell läuft noch die Ausstellung "Bier als Nahrungs-, Haus- und Heilmittel". Auch die Büroausstellung mit alten Schreibmaschinen ist interessant wie auch unsere Dauerausstellung von Johann Georg Haussmann" schwärmt Hubert Schade, der den Besuchern gern Rede und Antwort steht. Besonders beliebt ist nach wie vor eine authentisch eingerichtete Wohnung. Unter dem Motto "Lernen, leben und arbeiten im 20. Jahrhundert" wurde diese im Originalzustand von der letzten Bewohnerin des Schlosses übernommen und kann zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. "Genutzt wird dies immer mehr von jungen Besuchern und Familien, die einfach noch einmal in die Zeit zurückversetzt werden wollen, die sie selbst noch in guter Erinnerung haben, von Besuchen bei den Eltern oder Großeltern" so Hubert Schade. Wer sich an Pfingsten noch einmal auf eine Reise in die Vergangenheit begeben möchte, der hat dazu die Gelegenheit am Pfingstsonntag und -montag jeweils von 10 bis 17 Uhr.