ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:55 Uhr

Finsterwalder Sängerfest
Wunderbare „Chaostrophobie“ auf dem Finsterwalder Marktplatz

Die ArTaS-Truppe bei ihrem Sängerfestauftritt auf der großen Marktbühne.
Die ArTaS-Truppe bei ihrem Sängerfestauftritt auf der großen Marktbühne. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. ArTaS zeigt am Sängerfestsonntag ein Artistik-Programm vor einer riesigen Zuschauerkulisse. Von Jürgen Weser

Einer der Höhepunkte am letzten Sängerfesttag war nach dem Festumzug der Auftritt der Finsterwalder Artistik- und Tanzgruppe ArTaS. Mit der Premiere des Programms „Chaostrophobie“ begeisterten die achtzehn Mädchen und vier Jungen auf der Hauptbühne die riesige Zuschauermenge.

In dem fünfzigminütigen Programm erzählen sie auf ihre Weise mit artistischen Mitteln, wie sich Kinder und Jugendliche fühlen, welche Wünsche und Träume sie haben, welche Ängste und was alles von ihnen erwartet wird und welchen Stress sie sich selbst machen. Sie sollen artig und brav sein und möglichst alles richtig machen. Dabei herrscht in ihrem Kopf Chaos zwischen Schule, Hausaufgaben, Klavierunterricht, Handy und digitaler Welt, und außerdem wollen sie schlank und schön sein. Mit Balancieren auf Bällen und dem Einrad, Spreizen, Jonglieren mit Reifen, Bändern und Keulen, schwierigen Hebefiguren und gewagten Sprüngen der vier ArTaS-Jungs Henrik Benke, Bryn Lieske, Vladislav Zeizev und Lukas Müller erzählen sie vom schwierigen Leben junger Leute und dass sie lieber ihre Träume ausleben und auf Abenteuertrip gehen wollen. Die gelungenen artistischen Gruppenfiguren zeigen: wir können gemeinsam viel, wir halten zusammen. Schon beim Einschwören vor dem Programm zeigt sich die ArTaS-Truppe als Team, das gemeinsam etwas schaffen will. Wie gut das am Sonntag gelang, belegte der immer wieder aufflammende Applaus und die Ovationen zum Schluss.

Freudestrahlend erlebten auch ArTaS-Chefin Susanne Hoffarth und Übungsleiterin Nadine Stellmacher das Programm. Entwickelt, choreographiert und in Camps mit den jungen Artisten vorbereitet ist das Programm von Anett Simmen worden, die 1989 als Fünfzehnjährige das ArTaS-Ensemble in Dollenchen aus der Taufe hob und viele Jahre entwickelte. Inzwischen arbeitet die Palucca-Absolventin als Choreographin und Programmentwicklerin von Artistik- und Tanzperformances, hat an verschiedenen Theatern ihre künstlerischen Spuren hinterlassen, ist aber ihrer ArTaS-Truppe bis heute treu geblieben.

Mit der Premiere des Programms „Chaostrophobie“ begeisterten die achtzehn Mädchen und vier Jungen von ArTaS auf der Hauptbühne die riesige Zuschauermenge.
Mit der Premiere des Programms „Chaostrophobie“ begeisterten die achtzehn Mädchen und vier Jungen von ArTaS auf der Hauptbühne die riesige Zuschauermenge. FOTO: Jürgen Weser

Leider konnte sie beim Sängerfest diesmal nicht dabei sein. Aber es gibt inzwischen fachlich versierte Übungsleiter für das Artistik-Team unter dem Neptun 08-Dach wie Nadine Stellmacher. Im vierten Lebensjahr hat sie bei Monika Böttger mit dem Training begonnen, gehört seit 15 Jahre zu ArTaS und trainiert mit Begeisterung die Kids und Jugendlichen. „Hervorheben wollen wir eigentlich niemanden“, ist sie sich mit Susanne Hoffarth einig. „Alle sind mit Begeisterung dabei.“

Aufgeführt werden sollte das Programm, das in der Vorbereitung auch von der Gruppe „Harlekids“ unterstützt wurde, schon im Februar an der Neuen Bühne Senftenberg beim „Sturmfrei 2 Festival“, das aber leider ausfiel. Umso schöner der Erfolg für die jungen Sportler jetzt beim Sängerfest vor riesigem Publikum.