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| 13:05 Uhr

„Jeder Mensch braucht ein Zuhause“
Wohnungsgipfel in Finsterwalde

Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung im Land Brandenburg, gestaltete ein Impulsreferat, das die Schwerpunkte der Wohnungspolitik des Landes skizzierte.
Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung im Land Brandenburg, gestaltete ein Impulsreferat, das die Schwerpunkte der Wohnungspolitik des Landes skizzierte. FOTO: Silvia Dedek
Finsterwalde. Im Rahmen des Caritassonntags hat die Finsterwalder Gemeinde am Sonntag Vertreter der Politik und interessierte Bürger zu einer Stunde der Begegnung in das katholische Gemeindehaus eingeladen. Von Silvia Dedek

Zum Jahresthema des Caritas-Wohlfahrtsverbandes „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ gestaltete Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung im Land Brandenburg, bei einem kleinen Wohnungsgipfel in der Sängerstadt zunächst ein Impulsreferat, welches die Schwerpunkte der Wohnungspolitik des Landes kurz skizzierte. Der starke Rückgang von mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen im Land Brandenburg in den vergangenen zehn Jahren ist dabei nur eine der Herausforderungen, mit der sich das Ministerium konfrontiert sieht. Neben der Schaffung finanzieller Anreize und guter Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau sieht das Ministerium die Ausgestaltung einer geeigneten Mobilitätsstrategie besonders für die Anbindung des ländlichen Raums als primären Auftrag an, um den Entwicklungen der kommenden Jahre in geeigneter Weise entgegen zu treten, so die Sozialdemokratin.

„In unserem Landkreis begegnen wir vor allem den Herausforderungen des demografischen Wandels“, erklärte Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) im Anschluss an die Gesprächsrunde zur Wohnraumthematik. „Wir müssen unseren vorhandenen Wohnraum an die Bedürfnisse älterer Menschen hinsichtlich der Barrierefreiheit und des altersgerechten Wohnens anpassen.“ Der Elbe-Elster-Kreis arbeitet dabei mit seinen Kommunen auf freiwilliger Basis zusammen, bietet in Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg auch eine wissenschaftliche Begleitung bei der Bedarfsermittlung und Planung an. „Sozialpartner wie die Caritas sind dabei wichtige Partner für uns“, betonte der Landrat. „Es ist wichtig, dass wir in unserer Politik die Bedürfnisse der Schwächeren in den Mittelpunkt stellen.“

Eine Einschätzung, die auch Stadtverordnetenvorsteher Andreas Holfeld teilt: „Wir haben die Probleme bereits erkannt. In der Umsetzung von Lösungen geht es allerdings noch zu behäbig voran. Hier müssten wir schneller reagieren können.“

Markus Adam, Leiter der Caritas Regionalstelle Cottbus, zeigte sich erfreut über das große Interesse der politischen Vertreter an der Thematik. „Unsere Kampagnen bereiten wir immer mit drei bis fünf Jahren Vorlauf vor. Dass wir damit so aktuell einen Nerv getroffen haben, zeigt, dass wir als Sozialverband ein gutes Ohr für die Sorgen unserer Gesellschaft und die Probleme haben. Die Verbindung mit der Politik ermöglicht aber erst gesellschaftliche Veränderungen.“