ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:14 Uhr

Wohnungsgesellschaft Finsterwalde
Geringer Leerstand spiegelt Attraktivität wider


René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde. Archivfoto: Heike Lehmann
René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde. Archivfoto: Heike Lehmann FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Die Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde wartet mit  einem Angebotsmix in anziehendem städtischen Umfeld auf. Von Gabi Böttcher

Mit einem Leerstand zwischen fünf und sechs  Prozent sieht sich die Wohnungsgesellschaft Finsterwalde  in einer erfreulichen Situation – weit entfernt von zweistelligen Quoten in vergleichbaren Unternehmen und Städten  in Brandenburg. „Abriss ist bis 2020 definitiv kein  Thema“, unterstreicht René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde deshalb aus gutem Grund.  Im guten Mix des Angebotes an Wohnungen – von preiswert bis hochwertig, von saniertem Altbau bis zum Plattenbau – sowie in der Attraktivität der Stadt insgesamt sieht René Junker Ursachen für diese vergleichsweise geringe Leerstandsquote. Insgesamt verfügt die Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde über knapp 2400 Wohnungen und 21 Mitarbeiter inklusive Lehrlingen.

Unter die Jahresbilanz 2016  der Wohnungsgesellschaft konnten die Stadtverordneten  bereits ein dickes Ausrufezeichen setzen. Mit einem Plus von gut 745 000 Euro schloss das Jahr ab. 200 000 Euro davon fließen zu gleichen Teilen im April und August kommenden Jahres an die Stadt. René Junker sieht die Weichen gestellt, auch in der Bilanz 2017 an diesen Trend anzuknüpfen. „Unsere stabile Geschäftslage hat sich 2017 fortgesetzt“, konstatiert er und verweist auf das  herausragende Ereignis mit der Inbesitznahme der neu gebauten Häuser in der Großen Ringstraße und der Grabenstraße Ende 2016 beziehungsweise  im Frühjahr 2017.  Hier hat die Wohnungsgesellschaft  knapp zwei Millionen Euro in modernen Wohnkomfort im Stadtzentrum investiert und damit einen Volltreffer gelandet.

In vier weiteren Häusern ist in die Modernisierung der Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen investiert worden. Das zweite Würfelhaus im Schlosspark hat eine neue Fassade bekommen.

Im kommenden Jahr  werde man nun ein bisschen kürzer treten. Schwerpunkt werden Investitionen in Höhe von knapp zwei Millionen Euro in Heizungsanlagen und eine knappe Million Euro in Instandhaltungen sein. Teilweise 20 Jahre alte Heizkessel seien zu ersetzen, wodurch man sich selbstverständlich positive  Auswirkungen auf die Heizkosten ausrechne. Ins neue Jahr genommen werde die Modernisierung im Bereich Heizung und Sanitär in der Semmelweisstraße. Hierfür sind etwa 150 000 Euro veranschlagt. Weitere 250 000 Euro sind für die Sanierung der Balkone in der Brandenburger Straße 7 bis 15 eingeplant. „Die Technologie prüfen wir gerade. Wahrscheinlich werden die Balkone sogar etwas größer und eventuell  verglast“, beschreibt  der Geschäftsführer den noch laufenden Entscheidungsprozess.  Auch Am langen Hacken ist Geld für die Balkon-Erneuerung eingeplant. Hier sind es rund 190 000 Euro.

Weitere etwa 300 000 Euro sind für Hausflure, Fassade und Sanitäranlagen Am Wasserturm 11 und  in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 20 vorgesehen.

Noch vor dem Sängerfest soll auch der letzte Block  am Schlosspark mit neuer  Fassade glänzen.

Weiter vorangetrieben werde das Projekt Naundorfer Straße 2. In dem jetzt vom Arbeitslosenservice freigezogenen Gebäude  sollen  sieben 3- und 4-Rraum-Wohnungen entstehen. Bis  Weihnachten 2019 ist der Einzug geplant.

Auch beim Personal  ist Bewegung bei der Wohnungsgesellschaft. Ist zum 1. September bereits ein Auszubildender gestartet, so soll im neuen Jahr ein weiterer hinzukommen. Im Frühjahr verlässt eine langjährige, verdienstvolle Mitarbeiterin das Unternehmen. Carola Lossau, viele Jahre Leiterin der Wohnungswirtschaft und zuletzt verantwortlich für den neu geschaffenen Bereich des Konflikt- und Sozialmanagements, geht in den wohl verdienten Vorruhestand. Hier werde ein kompetenter Nachfolger gesucht. Beim Rückkehrertag am Donnerstag, 28. Dezember, im Atrium in Finsterwalde ist die Wohnungsgesellschaft mit von der Partie.

Wenn René Junker in diesen Tagen des Jahreswechsels Wünsche  äußern sollte, dann wären es diese: Vernünftige Zuschussprogramme wie die nicht mehr neu aufgelegte Förderung für den Bau von Aufzügen. Und eine bessere, direkte Verkehrsanbindung an die Hauptstadt. „Berlin platzt aus allen Nähten. In Berlin arbeiten und in Finsterwalde wohnen – warum nicht?“, so der Geschäftsführer Junker.