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| 02:37 Uhr

Wo ein Revierpolizist geht, kommt ein neuer

Finsterwalde. Finsterwalde liegt bei Straftaten je 100 000 Einwohner über dem Durchschnitt bundesweit. Körperverletzungen haben zugenommen. Gabriela Böttcher

() Stellen der Revierpolizei sollen in Elbe-Elster nicht unbesetzt bleiben. Das versprach Thomas Ballerstaedt, Leiter der Polizeiinspektion Elbe-Elster, in der jüngsten Sitzung der Finsterwalder Stadtverordneten. Wenn die Polizei in Elbe-Elster mit derzeit 163 Mitarbeitern - etwa 90 davon sind in Finsterwalde - auch die Soll-Stärke erreicht habe, so stehen Abgänge in den Ruhestand ins Haus. Da erst im Jahr 2020 im Land Brandenburg die Soll-Stärke bei der Polizei erreicht werde, müsse mit einer Durststrecke gerechnet werden. Alarmierend ist die sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl in Finsterwalde. Sie bildet die Straftaten je 100 000 Einwohner ab. Sie liegt mit rund 11 500 deutlich über der Kriminalitätshäufigkeitszahl des Bundes, die mit 7797 benannt ist. Im Jahr 2016 sanken die Straftaten in Finsterwalde von 2197 im Jahr 2015 auf 1899. Im Vergleich der Jahre 2015 und 2016 gab es jeweils bis zum Mai mit 774 Straftaten 80 weniger als bis zum Mai des Vorjahres. Allein das Dingfestmachen einer Diebesbande im März vorigen Jahres in Finsterwalde habe für einen Rückgang der Fallzahlen gesorgt. Das machte sich besonders bei Diebstählen aus Kellern bemerkbar, so Thomas Ballerstaedt. Angestiegen sind jedoch im Vergleichszeitraum bis Mai die Fälle von Körperverletzung von 74 im vorigen Jahr auf 79 in diesem.

Der Vergleich der bekannt gewordenen Rauschgiftdelikte in den ersten fünf Monaten des Jahres sieht das Jahr 2017 mit 95 gegenüber 45 im vorigen Jahr deutlich vorn. Von 2015 zu 2016 hatte sich die Zahl von insgesamt 75 auf 112 erhöht. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an allen Tatverdächtigen beträgt in Finsterwalde von Januar bis Mai 2017 insgesamt 9 Prozent. Im gesamten Landkreis waren es im Jahr 2016 10,4 Prozent.