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Neues Büro- und Sozialgebäude
TTS stärkt Standort mit Sozialtrakt

Die Tube Technology Systems GmbH (TTS) baut an ihrem Standort in Tröbitz ein neues Büro- und Sozialgebäude. Auch für den Standort im Gewerbe- und Industriepark Massen liegen Investitionspläne in der Schublade. Während der gegenwärtigen Unruhe auf dem Automobilmarkt sieht sich der Zulieferer jedoch in zusätzliche Spannung versetzt. Im Bild: die Geschäftsführer der Werke in Tröbitz, Dieter Lange (r.), und Jens Reimann in Finsterwalde/Massen.
Die Tube Technology Systems GmbH (TTS) baut an ihrem Standort in Tröbitz ein neues Büro- und Sozialgebäude. Auch für den Standort im Gewerbe- und Industriepark Massen liegen Investitionspläne in der Schublade. Während der gegenwärtigen Unruhe auf dem Automobilmarkt sieht sich der Zulieferer jedoch in zusätzliche Spannung versetzt. Im Bild: die Geschäftsführer der Werke in Tröbitz, Dieter Lange (r.), und Jens Reimann in Finsterwalde/Massen. FOTO: Gabi Böttcher
Tröbitz/Massen. Die Tube Technology Systems GmbH (TTS) baut an ihrem Standort in Tröbitz eine neues Büro- und Sozialgebäude. Für das Werk im Industrie- und Gewerbepark Massen liegen zudem Pläne für einen Hallenneubau für die Produktion in der Schublade. Gabi Böttcher

Am 7. September soll Richtfest für das schon lange auf der Prioritätenliste ganz oben rangierende Sozialgebäude in Tröbitz gefeiert werden. "In der nächsten Woche wird die zweite Decke eingezogen", sagt Geschäftsführer Dieter Lange. Auf insgesamt 600 Quadratmetern sollen sich auf zwei Etagen die Bedingungen für die Beschäftigten deutlich verbessern und zudem Platz in den Werkhallen geschaffen werden. Hier dienen derzeit Container als Rückzugsräume für Büroarbeiten. Duschräume ermöglichen es den Mitarbeitern, künftig nicht mehr in der Arbeitskleidung nach Hause fahren zu müssen. "In diesem Jahr wollen wir noch einziehen", kündigt Dieter Lange an und blickt auf die erste Dezemberwoche.

Nach bewegter Firmengeschichte mit wechselnden Eigentümern gehört die TTS GmbH mit noch einem weiteren Standort in Zwickau seit 2015 zur HQM-Gruppe. Als Zulieferer für die Automobilindustrie spürt das Unternehmen derzeit die - in Wahlkampfzeiten noch forcierte - Unruhe auf dem Automobilmarkt. Geschäftsführer Jens Reimann, der im Werk in Finsterwalde/Massen die Regie führt: "Die Politik übt Druck auf die Automobilhersteller aus. Doch in Sachen Elektromobilität gibt es noch viele Fragen. Da geht es um einen Evolutionsschritt. Das braucht noch Zeit. Gegenwärtig umsetzbare Lösungen entsprechen auch nicht dem, was sich die Kunden vorstellen."

Für das Werk im Industrie- und Gewerbepark in Massen liegen die Pläne für eine 3-Millionen-Euro-Investition in einen Hallenneubau in der Schublade. Doch die derzeitigen Turbulenzen auf dem Automobilmarkt raten zunächst noch zur Zurückhaltung. Für den Autozulieferer TTS ist die Vergabe von weiteren Nachfolgeaufträgen Voraussetzung, die Zurückhalte-Zone zu verlassen. Doch beide Geschäftsführer lassen keinen Zweifel: "Die Auftragslage ist stabil." Diese sichere Beschäftigung bis ins Jahr 2025/26 hinein. Langfristig sei geplant, die derzeit in Tröbitz arbeitenden 14 Biegemaschinen mit der in Massen erfolgenden Rohrproduktion zusammenzuführen. Das böte wiederum in Tröbitz mehr Platz für die Edelstahltechnik, erklärt Dieter Lange das Ziel. Dringend werde schon jetzt der Platz in einer in Massen zum Jahresende frei werdenden Produktionshalle benötigt. "Wir möchten unseren Bau von Prototypen für Bremsleitungen gern separat konzentrieren", verdeutlicht Jens Reimann einen weiteren Plan und verweist auf die im Unternehmen vorhandene eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung samt Labor. "In den letzten zwei Jahren haben wir in Tröbitz und Massen insgesamt 3,3 Millionen Euro in Maschinen investiert", konstatiert Jens Reimann. Mit einer halben Million Euro für das neue Büro- und Sozialgebäude in Tröbitz erhöht sich die Investitionssumme in Hallen und Grundstücke im gleichen Zeitraum auf noch einmal 3,1 Millionen Euro an beiden Standorten.

Und auch diese sind gute Nachrichten aus dem Unternehmen: Seit August dieses Jahres werden die Elternbeiträge der Mitarbeiter für Kita- und Krippenplätze übernommen. Im September steigt in Tröbitz und Massen in Kooperation mit der EEPL GmbH je ein Auszubildender ein.

Zum Thema:
Das Unternehmen der Autozuliefererindustrie beschäftigt derzeit an seinen Standorten in Tröbitz 100, in Massen/Finsterwalde 70 und in Zwickau 60 Mitarbeiter.Produziert werden montierfertige Bremsdruckleitungen und Edelstahl-Leitungssysteme. Die Kunden reichen von Südafrika über Portugal, Russland und Amerika bis Tschechien.