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Heimatshoppen
Erst ein Käffchen, dann einkaufen

Heimatshoppen als Rund-um-Erlebnis? Kristina Hennig und Doris Fromm (v.l.) verbinden gern das Einkaufen mit dem Verweilen beim Kaffee.
Heimatshoppen als Rund-um-Erlebnis? Kristina Hennig und Doris Fromm (v.l.) verbinden gern das Einkaufen mit dem Verweilen beim Kaffee. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Um Kunden zum Konsumieren ins Städtchen zu locken, braucht es einen Mix von Waren, Kulinarischem und attraktivem Ambiente. Gabi Böttcher

Heimatshoppen als Rund-um-Erlebnis - Realität oder Wunschtraum? Die Finsterwalderinnen Doris Fromm und Kristina Hennig verstehen es, ihre regelmäßigen Treffen in der Finsterwalder Innenstadt zu einem Gesamterlebnis zu machen. "Meist trinken wir zuerst einen Kaffee und dann schauen wir in die Geschäfte." Dass es für die Kombination von Shoppen, gemütlichem Beisammensitzen und Genießen einige Möglichkeiten gibt, finden die Frauen sehr gut. Besonders in der warmen Jahreszeit laden Straßencafés ein. Und auch im Einkaufszentrum im Süd-Komplex könne man gut verweilen. Angebote wie ein Nachtshopping brauchen die Frauen dabei gar nicht unbedingt. Regelmäßige Sonderangebote wie der kulturelle Wochenmarkt oder das Gastspiel der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt finden sie sehr schön. Gelobt werden Angebote wie der Sängerstadtgutschein, aber auch Rabatt-Klebeaktionen einzelner Unternehmen.

Im Finsterwalder Rathaus freut man sich über den seit einigen Jahren im Sommer jeweils einmal im Monat stattfindenden Wochenmarkt mit kultureller Umrahmung. Stadt, Jungunternehmerverein und Sängerstadtmarketingverein ziehen hier an einem Strang. An den jeweils ausgewählten Samstagen gibt es zusätzlich zum Frischemarkt Musik. In der Regel eröffnen die vier Finsterwalder Sänger diesen kulturell veredelten Markt. "Auch der klassische Mittwochsmarkt ist stets gut besucht. Viele Leute, auch aus den umliegenden Orten der Sängerstadtregion, bleiben danach zum Mittagessen oder einem Einkaufsbummel in der Stadt", informiert Pressesprecherin Paula Vogel. In diesem Jahr wurde der kulturelle Wochenmarkt erstmals mit einem Regionalmarkt verbunden. "Das Interesse an den regionalen Ständen aus Finsterwalde und der Umgebung sei so groß gewesen, dass die Wirtschaftsförderung der Stadt gemeinsam mit der IHK und dem Jungunternehmerverein eine Wiederholung im nächsten Jahr plane.

Das Zusammenspiel von Gastronomie und Handel in der Innenstadt ist wichtig, meint auch Astrid Wienigk, die am langen Feiertagswochenende zu Besuch in ihrer Heimatstadt Finsterwalde war und ihren Lebensmittelpunkt in den zurückliegenden Jahren auf Düsseldorf beziehungsweise Essen verlagert hat. Madita Möller, die aus dem Ruhrgebiet stammt, lobt Finsterwalde. "Das ist ein sehr charmantes Städtchen, sehr nett, sehr schön zum Entspannen", sagt die junge Frau, die nicht zum ersten Mal in der Sängerstadt ist. Beim Spaziergang mit Astrids Brüdern Arne und Andy Wienigk kombinieren die Vier das Einkaufen mit dem Wohlgefühl, das eine optisch attraktive Innenstadt befördern kann. In dieser Hinsicht habe das Bund-Länder-Programm Aktive Stadtzentren und die Mittel aus dem Verfügungsfonds viel Gutes bewirkt, schätzt City-Manager Veit Klaue ein. Dieses derzeit ausgesetzte Programm zur Stärkung der Attraktivität von Stadtzentren müsse "unbedingt wieder aufgelegt werden". Es ermöglichte sowohl die finanzielle Unterstützung bei der Erneuerung von Schaufenstern oder beim Bau von barrierefreien Zugängen zu den Geschäften, als auch die Unterstützung von Festen, die die Innenstadt beleben.

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Am kommenden Samstag lesen Sie, wie Händler ihre Läden barrierefrei für ihre Kunden gestalten. Wie generationenfreundlich sind die Geschäfte?