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| 15:10 Uhr

Soziales Engagement
„Wir wollen die Menschen vor Ort voranbringen“

Ihre ersten Unterrichtsstunden hat Anna Wessel inzwischen hinter sich.
Ihre ersten Unterrichtsstunden hat Anna Wessel inzwischen hinter sich. FOTO: privat
Doberlug/Accra. Andere Gerüche, eine völlig andere Kultur und Lehrer, die nicht immer alles richtig machen: Anna Wessel (18) berichtet von ihrem sozialen Projekt in Ghana.

Die Abschiedstränen bei Anna Wessel sind seit ihrem Start in Hamburg vor wenigen Tagen längst getrocknet. Die Praktikantin in der Evangelischen Klosterkirchengemeinde Doberlug, die sich für ein soziales Projekt in Ghana entschieden hat, ist in Accra gelandet und lässt die RUNDSCHAU-Leser weiter an ihrer Reise ins Ungewisse teilnehmen.

Die 18-Jährige berichtet von einem spannenden Beginn des Auslandsabenteuers: „Nachdem mein Flug in Hamburg Verspätung hatte und ich über den gesamten Flughafen in Amsterdam rennen musste, um meinen Anschlussflug zu bekommen, bin ich sicher und behütet in Accra gelandet. Nach einer sehr aufregenden Fahrt ins Haus bin ich nur noch ins Bett gefallen.“

Unter einem wackeligen Wellblechdach: An dieser Schule unterrichtet die 18-Jährige seit wenigen Tagen.
Unter einem wackeligen Wellblechdach: An dieser Schule unterrichtet die 18-Jährige seit wenigen Tagen. FOTO: privat

Das ist nun schon einige Tage her. Die junge Frau kann über ihre ersten Eindrücke erzählen: „Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen, dass ich da bin. Es ist wirklich ALLES anders hier. Die Gerüche, der Verkehr, die Kultur. Aber es ist auch mega spannend. Bis jetzt genieße ich alles, was ich sehe, in vollen Zügen!“ Auch ihr Hilfsprojekt ist inzwischen gestartet – und Anna Wessel ist sofort mittendrin. „Ich bin an einer relativ armen Schule mit 120 Schülern. Die Lehrer sind teilweise mega jung, so 19/20 Jahre. Ronja (eine Mitfreiwillige) und ich haben schon festgestellt, dass das ganze System einfach anders ist hier. Und die Lehrer teilweise sogar falsche Sachen unterrichten. Schon krass. Aber wir haben versucht, den Fehler aufzuklären, auch wenn sowas nicht immer einfach ist. Wir wollen alles so gut es geht meistern und die Menschen vor Ort voranbringen.“

Eine gute Nachricht aus Deutschland gibt Anna Wessel zweifellos weiteren Rückenwind für ihr Hilfsprojekt in Ghana: „Ich habe den Studienplatz an der Evangelischen Fachhochschule in Moritzburg!!!“, verabschiedet sie sich – bis zu ihrem nächsten Reisebericht.

(red/blu)