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Windschutzstreifen als Müllkippen

Zum Schutz vor illegalen Müllablagerungen haben Frank Neczkiewicz (l.), Jansen Klose und Jungfacharbeiter Richard Krause jetzt Zufahrten abgesperrt und Schilder montiert. Schon wieder entdeckt Jansen Klose (hinten) einen Autoreifen in dem vor wenigen Tage beräumten Streifen.
Zum Schutz vor illegalen Müllablagerungen haben Frank Neczkiewicz (l.), Jansen Klose und Jungfacharbeiter Richard Krause jetzt Zufahrten abgesperrt und Schilder montiert. Schon wieder entdeckt Jansen Klose (hinten) einen Autoreifen in dem vor wenigen Tage beräumten Streifen. FOTO: Böttcher
Finsterwalde. Bei so viel Müll im Gelände geht Frank Neczkiewicz, Geschäftsführer der Landwirtschafts GmbH Finsterwalde, der Hut hoch. Und erst seinen Mitarbeitern Jansen Klose und Jungfacharbeiter Richard Krause, die ganz praktisch damit zu tun hatten, der wilden Müllablagerungen an und auf ihren Landwirtschaftsflächen Herr zu werden. Gabi Böttcher

Etwa 1000 Euro hat das Landwirtschaftsunternehmen beim Frühjahrsputz in den zurückliegenden Tagen aufbringen müssen, um den eingesammelten Müll zu entsorgen. Ganz zu schweigen von zwei Arbeitskräften, die mehrere Tage gezielt beseitigten, was Umweltfrevler abgeladen hatten. Besonders in den Windschutzstreifen, wie sie zum Beispiel zwischen Finsterwalde und Eichholz an den Feldrändern angelegt worden sind, fand sich von Gartenabfällen über groben Müll bis hin zu Autoreifen so gut wie alles wieder, was dort auf keinen Fall hingehört. Besonders kritisch sind jene Stoffe, die auch in hundert Jahren nicht verrotten. Sogar Leergut, für das es Pfandgeld gibt, war darunter, wundert sich Richard Krause und schüttelt den Kopf. Es sei einfach nicht zu verstehen, warum Menschen diesen illegalen Entsorgungsweg nutzen und damit ihr eigenes Lebensumfeld verschandeln. Wenn von den Landwirten bei ihrer Tätigkeit aber mal Straßen verschmutzt würden, sei der Teufel los.

Jetzt versucht das Unternehmen, das Müllproblem zu reduzieren, indem es die Zufahrten zu den Pacht- oder eigenen Flächen durch eine Schranke absicherte. An acht Zufahrten wurden zudem Schilder angebracht. Darauf sollen die Umweltsünder auf freundliche Art zur Abkehr von ihrem unverständlichen Tun gebracht werden. Und vielleicht würden ja auch einmal Zeugen solcher illegalen Entsorgungen aktiv. Frank Neczkiewicz hat swn Glauben daran noch nicht aufgegeben, dass sich Menschen auch gegenseitig erziehen können.