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Windkraftanlagen: Beyern ist das Risiko zu groß

Gräfendorf. Die Stadt Herzberg hat beim Verwaltungsgericht Cottbus Klage eingereicht gegen die Erteilung der Baugenehmigung durch das Land für eine Windkraftanlage auf der Gemarkung Gräfendorf, bestätigt Herzbergs stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Lang. Die Verwaltung hatte dazu den Auftrag von der Stadtverordnetenversammlung erhalten. Birgit Rudow

"Wir klagen nicht gegen die Firma, sondern gegen das Landesumweltamt Brandenburg", so Lang.

Die Energiequelle GmbH Zossen und die Agrargenossenschaft Beyern wollten hier im Windeignungsgebiet zwei Windkraftanlagen errichten, für die die Baugenehmigungen vorliegen. Eine der Anlagen wollte die Agrargenossenschaft betreiben. Der Bau dieser Anlage hat noch nicht begonnen. "Wir haben beide Anlagen an die Energiequelle abgegeben und verpachten nur noch den Standort. Der Ertrag aus der Anlage bleibt also nicht in der Region. Uns ist das Risiko zu groß, wenn das Gericht, vielleicht wegen eines Verfahrensfehlers, gegen die Baugenehmigung entscheidet", sagt der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Beyern, Horst Bielagk.

Die Bürgerinitiative "Gräfendorfer Gegenwind" lädt derweil alle Interessierten zum 24. August um 19 Uhr in das Herzberger Bürgerzentrum zu einer Informationsveranstaltung ein.