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| 01:10 Uhr

Wieder halbes Jahr warten auf Wohngeld

Finsterwalde.. Bezieher von Wohngeld müssen in Finsterwalde wieder einen langen Atem, gute Nerven und möglichst Geld auf der hohen Kante haben – was meist aber nicht der Fall ist.

Nachdem bereits im vorigen Jahr ein Stau von etwa 5 000 Anträgen zu Wartezeiten von weit über einem halben Jahr führte, die Lage sich durch die Einstellung von zusätzlichem Personal dann zunehmend entspannt hat, ist die Wartezeit auf Wohngeld inzwischen wieder so lang, wie sie mal war: ein halbes Jahr.

Kornelia B. gab bereits Ende März ihren Antrag bei der Stadtverwaltung ab. Ende Mai bekäme sie ihr Wohngeld, lautete die Auskunft. Als das Geld Ende Juni immer noch nicht auf ihrem Konto war, hakte Frau B. erneut nach. Jetzt bekam sie nicht nur zu erfahren, dass sie sich weiter bis Ende Juli gedulden müssen - plötzlich gab es sogar noch Nachfragen zum Antrag. „Das hätte man lange vorher klären können, zumal es sich um einen Folgeantrag handelt. Ich verstehe nicht, warum das so lange dauert“ , ist die arbeitslose Frau verärgert.
Amtsleiterin Barbara Kling bestätigte auf LR-Anfrage in dieser Woche, dass sich die Bearbeitungszeiten beim Wohngeld wieder „deutlich“ erhöht hätten. Die Zahl der Anträge sei erheblich gestiegen - genaue Zahlen konnte Frau Kling allerdings nicht nennen. Auch der zusätzlich eingestellten Kollegin ginge die Bearbeitung noch nicht so gut von der Hand - „die Bearbeitung der Anträge ist eine sehr komplizierte Materie“ , so die Amtsleiterin.
Kornelia B. will sich mit der langen Wartezeit wie mit der Antwort aus der Stadtverwaltung - die nach ihrer Meinung auch noch unfreundlich ausfiel - nicht zufrieden geben: „Ich lege Beschwerde beim Bürgermeister ein.“ Doch auch hier muss die Frau Geduld aufbringen: Der Bürgermeister hat Urlaub. (-db-)