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| 15:36 Uhr

Neues Jahr, neues Glück
So gelingen sportliche Vorsätze

Friedhelm Riemer fühlt sich von Fitness-Trainerin Aniko Lorenz sichtbar gut betreut.
Friedhelm Riemer fühlt sich von Fitness-Trainerin Aniko Lorenz sichtbar gut betreut. FOTO: Daniel Friedrich / LR
Finsterwalde. Aufhören zu rauchen, mehr Zeit für die Familie und immer wieder: mehr Sport treiben! Für viele Menschen im Elbe-Elster-Land gehören gute Vorsätze zum neuen Jahr. Wie halten die Vorhaben möglichst lange an? Von Daniel Friedrich

Ralf Wilhelm leitet seit vielen Jahren das Fitness-Studio „Fit In“ in Finsterwalde. Er kennt die teils sehr ehrgeizigen Ziele seiner Kunden im neuen Jahr: „Man braucht ein realistisches, aber nicht zu hochgestecktes Ziel. Wichtig ist, dass man sich von Anfang an wohlfühlt und kleine Erfolgserlebnisse schafft. Nur dann klappt es auch mit dem Dranbleiben“, berichtet der Fitness-Trainer.

Knapp elf Millionen Mitglieder haben Fitness-Studios aktuell deutschlandweit, Tendenz steigend. Immer mehr Menschen wollen ein aktives Leben führen und etwas für die persönliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit tun. So auch in Finsterwalde: Ein Großteil der Besucher möchte schlicht seinen Körper fit halten, ohne dabei unbedingt „Muckis zu pumpen“. „Vielen hilft der Sport auch, um nach einem stressigen Tag runterzukommen. Nach einem abendlichen Workout lässt sich der Tag dann gut in der Sauna ausklingen“, weiß der Chef des Hauses.

Egal, was man sich für das neue Jahr vorgenommen hat: Wichtig ist es, fest hinter seinen gefassten Vorsätzen zu stehen und sich schon vorher zu überlegen, wie man die gesteckten Ziele konkret erreichen will, raten Psychologen. Studien zeigen, dass nur 30 Prozent der Vorsätze eine realistische Chance haben, sich zu verstetigen. Nach drei Wochen geben die ersten ihre Pläne schon wieder auf. Nach einem halben Jahr ist nur noch die Hälfte dabei. Deshalb könne es hilfreich sein, sich zu überlegen, was einen möglicherweise vom Erreichen der Vorsätze abhalten könnte – und, wie man auf diese Hindernisse reagiert.

Zwanglos und ohne Verpflichtung sollen sich beispielsweise die Neukunden im „Fit In“ an ihre ersten Trainingseinheiten heranwagen. „Bei uns gibt es bis zum 31. Januar das Angebot, unser Fitness-Studio kostenlos auszuprobieren“, sagt Ralf Wilhelm. In dieser Zeit könnten Interessierte je nach Zeit und Lust die Geräte und Angebote testen. Ausgebildete Trainer und Betreuer stehen ihnen zur Seite und unterstützen bei der Motivation. „Wer sich regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Zeit für die Bewegungseinheit nimmt, der kann bald erste Erfolge verspüren und seine Belastungsgrenze schrittweise erhöhen“, weiß Ralf Wilhelm.

Fitness-Trainer Frank Borkenhagen erklärt Susanne Häring (m.) und Martina Kügler die Sportgeräte.
Fitness-Trainer Frank Borkenhagen erklärt Susanne Häring (m.) und Martina Kügler die Sportgeräte. FOTO: Daniel Friedrich / LR

Seit einigen Jahren beobachtet er außerdem einen neuen Trend: Insbesondere junge Menschen, Schüler zwischen 15 Jahren und dem Abitur, zieht es gehäuft ins Fitness-Studio. Ein neuer Lifestyle habe sich wohl entwickelt, mutmaßt der Fitness-Trainer. Nicht nur die schicken Klamotten, auch Muskelaufbau und definierte Körperpartien seien gerade in Mode. „Oft trainieren die Jugendlichen in kleinen Gruppen zusammen und spornen sich gegenseitig an. Das hat den Vorteil, dass niemand so einfach kneifen kann, wenn sich der ‚innere Schweinehund’ mal meldet.“

Dass es keine Altersgrenze nach oben hin gibt, zeigt Friedhelm Riemer: Der Rentner trainiert auch im Alter von über 80 Jahren noch regelmäßig im „Fit In“, und das schon seit 20 Jahren. Über die Neujahrsvorsätze manch jüngerer Besucher kann er nur schmunzeln.