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| 16:01 Uhr

Feel Festival
Ein Dorf und sein Festival

Volle Strände, gute Laune und laute Musik: Das Feel Festival findet seit mehreren Jahren am Bergheider See statt. Die Menschen im angrenzenden Lichterfeld scheinen sich inzwischen mit der Großveranstaltung arrangiert zu haben.
Volle Strände, gute Laune und laute Musik: Das Feel Festival findet seit mehreren Jahren am Bergheider See statt. Die Menschen im angrenzenden Lichterfeld scheinen sich inzwischen mit der Großveranstaltung arrangiert zu haben. FOTO: M. Sattler
Lichterfeld. Jedes Jahr findet in Lichterfeld das Feel Festival am Bergheider See statt. Das Spektakel ist mittlerweile zu einer Art Tradition geworden. Wie leben die Lichterfelder mit dem bunten Treiben am Rande ihres Dorfes? Von Robert Pötzsch

Mario Kuhla ist davon überzeugt, dass das Feel Festival seinem Ort und der Region nützt. Nicht nur die Supermärkte würden durch die Kaufkraft der Besucher profitieren, sondern auch das Lichterfelder Café „Landleben“. „Ich bin zum Großteil sehr zufrieden, die Leute sind alle friedlich“. Das sieht ein Großteil der Lichterfelder ähnlich. Wenn der Wind günstig steht, hört man von der Musik fast nichts, berichtet Mario Kuhla. Die meisten Einwohner fühlen sich nicht über die Grenze hinaus durch das Festival gestört, schließlich sind es ja nur fünf Tage in Jahr. Für Kritiker sei jedoch die Beschallung rund um die Uhr eine Belastung, denn die Musik wird von Donnerstag bis Montag durchgängig gespielt.

Die Sache mit dem zurückgebliebenen Müll ist jedoch für ein paar mehr Lichterfelder ein Makel: „Im Rahmen ihrer Möglichkeiten machen die Veranstalter vom Festival schon viel“, meint Kuhla. Die meisten Einwohner räumen auf Nachfrage der RUNDSCHAU auch ein, dass es verständlich ist, dass bei 20 000 Festivalbesuchern nicht alles restlos verschwinden kann. Um dieses Problem auf dem Festivalgelände halbwegs in den Griff zu bekommen, soll in diesem Jahr wieder ein Müllpfand für alle Besucher eingeführt werden. Die Menge an zurückgelassenem Müll soll somit reduziert werden.

Fast alle befragten Lichterfelder sind mit der Organisation des Festivals zufrieden. Vor allem der Verkehr sei besser geworden als im Vorjahr, findet Horst Globisch. Früher sei er selber einmal nicht mit dem Auto nach Hause gekommen, so voll waren die Straßen. Doch das sieht er nicht verbissen, denn „die Leute sind alle sehr freundlich und lustig“, erzählt der 82-Jährige und gibt zu: „Gucken war ich auch mal – aber nur von weitem“.

Auch Martin Bressel, der in seinem Haus eine kleine Pension betreibt, schaut sich das Spektakel am Bergheider See an. Er würde sich sogar wünschen, dass das Festival noch einige Jahre in Lichterfeld bleibt. Auf jeden Fall „muss immer was passieren, was der Region nützlich ist“. Durch die F 60 sei der Ort einst bekannt geworden und nun findet das Festival genau dort statt. „Das ist eine große Chance für uns“, meint der Pensionsbetreiber. Auch er findet lobende Worte für das Festival: „Wenn alles so friedlich ablaufen würde, wie diese Massenveranstaltung“ sagt er und nickt dabei.

Im Sommer ist es wieder soweit: Am 5. Juli wird zum vierten Mal das Feel Festival am Bergheider See veranstaltet. Im vergangenen Jahr lockte die Veranstaltung rund 20 000 Besucher in die Niederlausitz. Abzuwarten bleibt, wie viele es dieses Jahr werden. Denn das Festival erfreut sich dank seiner Einzigartigkeit stetig wachsender Beliebtheit.

Das Feel Festival im Internet: www.feel-festival.de