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Wie die Leute in der Stadt wirklich ticken

Finsterwalde.. Seit Jahren hat sich die Finsterwalder Junge Gemeinde mit ihren Veranstaltungen zur Friedensdekade jeweils im November einen Namen gemacht. Konzerte, Lesungen und Diskussionsabende zu brisanten politischen Fragen und Ereignissen lockten stets zahlreiche Besucher über Kirchengrenzen hinweg an. J. Weser

Für die diesjährige Friedensdekade vom 6. bis 13. November hat sich die Jugendarbeit der evangelischen Kirche in der Region etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Der „sozialgenetische Code von Finsterwalde“ soll ermittelt und am 10. November vorgestellt werden.
Eine Gruppe von einem halben Dutzend jungen Leuten um Jugendwart Friedemann Müller hat sich das Projekt ausgedacht. Ausgangspunkt ist das Thema der diesjährigen Friedensdekade „Wer kriegt was„“ Wie die Leute in Finsterwalde ticken, was sie denken, welche Ängste und Zukunftshoffnungen sie haben, wollen die Jugendlichen erfahren. Das soll ein seriöses Anliegen werden, und deshalb haben sie sich der Mitarbeit des renommierten Berliner Instituts für Kognition und Ästhetik (IKAE) mit einer erfahrenen interdisziplinären Forschungsgruppe versichert. Mit erprobten experimentellen Forschungsmethoden wird IKAE in Finsterwalde vor Ort sein und am 1. und 8. November so genannte Aktionsinterviews an Untersuchungs-Aktionsständen in der Stadt durchführen. Neben diesem ,,Zufallsgenerator im öffentlichen Raum" gibt es Befragungen von 72 ausgewählten Finsterwalder Persönlichkeiten, die nach dem Prinzip des repräsentativen Querschnitts ermittelt wurden. Am 10. November finden weitere qualitative Untersuchungen und die öffentliche Präsentation der Forschungsergebnisse als sozialgenetischer Code der Stadt am Abend in der Finsterwalder „Arche“ statt.
Eine Pressekonferenz in dieser Woche soll über weitere Einzelheiten des Vorhabens und die konkrete Vorgehensweise im öffentlichen Raum informieren. Die Projektgruppe möchte, so Friedemann Müller, nutzbare Ergebnisse ermitteln. Welche Gemeinsamkeiten wohnen den Finsterwaldern inne“ Wo gibt es bisher ungenutzte Ressourcen„ Können in einer schwierigen Zeit Zukunftschancen sichtbar gemacht werden“ Gibt es eine Talenteorientierung? Spannende Fragen, deren Ergebnissen die Jugendlichen entgegenfiebern. Die RUNDSCHAU wird das Projekt begleiten.