(blu) Mit der zweiten Finsterwalder Hopfenernte am Sonntag, 15. September, zwischen 10 und 12 Uhr wird in diesem Jahr ein kleines, aber nicht unwesentliches Kapitel in der Biergeschichte der Sängerstadt fortgeschrieben. Denn die erste Version des grün gehopften Bieres war nach der Rekordernte und dem Brauen im September 2018 innerhalb von nur drei Wochen vergriffen.

Das war für Braumeister Markus Klosterhoff Grund genug, das Anbaugebiet auszuweiten. Die Idee: Er nahm sich Hobbygärtner der Sängerstadt mit ins Boot, die am 1. Mai mit 50 Junghopfenpflanzen ausgestattet wurden. Mitgebracht hatte sie der Marketingverband pro agro, der das Finsterwalder Brauhaus bei dem Vorhaben unterstützt. Am Sonntag können die Resultate bestaunt werden.  Auch die Biergarten-Rankenpaten werden bei der großen Ernte natürlich nicht fehlen. Die neue Brandenburger Bierkönigin Theresa Kupka hat versprochen, bei der Ernte zu helfen

Besonders spannend: Das grün gehopfte Bier wird am Sonntag sofort nach der gemeinsamen Ernte gebraut, bereits um 6 Uhr wird der Gerstensaft angesetzt. „Das Bier erhält durch den frischen Hopfen eine florale Note, also eine besondere Aromatik, die bei getrocknetem Hopfen verloren geht“, erklärt Markus Klosterhoff.

Beim Brandenburger Schlachtefest in Paaren im Glien Ende Oktober darf das Resultat gekostet werden. Uwe Oppitz, Chef des Finsterwalder Brauhauses und Geschäftsführer der Brandenburger Bierstraße, rechnet mit einer Rekordausbeute von 2000 Litern (2018: 1000 Liter).

Bierfreunde sind dazu eingeladen, der Ernte beizuwohnen. Schon ab 10 Uhr gibt es Livemusik auf die Ohren der Besucher. Das Spektakel dauert bis etwa 17 Uhr.