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| 12:58 Uhr

Märchenhafte Atmosphäre
Weihnachtsmarkt im Schloss Doberlug – klein aber fein

Die Krippenausstellung in der Klosterkirche Doberlug mit der Beleuchtung durch unzählige Herrnhuter Sterne lockte viele Besucher an.
Die Krippenausstellung in der Klosterkirche Doberlug mit der Beleuchtung durch unzählige Herrnhuter Sterne lockte viele Besucher an. FOTO: Dedek Silvia / Falko Krische-Dedek
Doberlug-Kirchhain. Riesenstollen bekam bei Stollenprüfung 100 Punkte. Von Silvia Dedek

Die Adventszeitist stets eine ambivalente Zeit. Einerseits sind wir gesellig, verbringen möglichst viele Stunden mit Familie und Freunden und lassen es uns auf Advents- und Weihnachtsfeiern gut gehen. Auf der anderen Seite sehnen sich aber viele auch nach Ruhe und Besinnlichkeit.

Dem Weihnachtsmarkt in Doberlug-Kirchhain ist es in diesem Jahr gelungen, beiden Seiten entgegenzukommen. „Das Besondere in Doberlug ist das geradezu märchenhafte Flair, das der Weihnachtsmarkt allein schon durch das historische Ambiente im Zusammenspiel aus Schloss, Klosterkirche und Refektorium gewinnt. Wenn es dann dämmert und die vielen Lichter entzündet werden, bekommt der Weihnachtsmarkt seinen besonderen Schliff. Es ist einfach so, wie man sich Weihnachten schon als Kind vorgestellt hat“, beschreibt Bürgermeister Bodo Broszinski die besondere Atmosphäre. „Dabei sind wir inzwischen überregional bekannt und können jedes Jahr zunehmende Besucherzahlen verzeichnen.“ freut sich das Stadtoberhaupt. „Der Weihnachtsmarkt hier ist klein aber fein und verbreitet einfach eine heimelige Stimmung“, bestätigt Mandy Kühne, die mit ihrer Familie aus Elsterwerda angereist ist.

Mit einem vielfältigen Angebot aus Kunstgewerbe, Leckereien und Unterhaltung für Groß und Klein haben die Organisatoren erneut einiges auf die Beine gestellt. Der Strom der Besucher, die sich nicht einmal vom nasskalten Wetter abhalten ließen, gibt ihnen Recht. Während im Schlosshof das bunte Programm zu geselligem Verweilen einlud, gab es in der Klosterkirche Gelegenheit zur Ruhe zu finden. Die liebevoll gestaltete Krippenausstellung mit der weihnachtlichen Beleuchtung unzähliger Herrnhuter Sterne ließ dabei den Heiligen Abend schon zum Greifen nah erscheinen.

Im Refektorium hatte nicht nur der kulinarische, sondern auch der akustische Genuss seinen Platz gefunden. Versorgt von Bäckermeister Uwe Gäbler mit seinem Team und musikalisch unterhalten vom Sängerverein Kirchhain, belegten die Besucher am Nachmittag im Refektorium zur Kaffeezeit nahezu alle Plätze. Ein Höhepunkt war der Anschnitt des berühmten Riesenstollens am Samstagnachmittag durch die beiden „BM“ – Bäckermeister Uwe Gäbler und Bürgermeister Bodo Broszinkski. Vor vier Wochen ist dieser Stollen bei der Stollenprüfung der Bäckerinnung und des Stollenverbandes in Cottbus mit einem herausragenden Ergebnis von 100 Punkten und dem Prädikat sehr gut prämiert worden. „Uns gefallen die kleinen Stände und dass dabei Wert auf regionale Angebote gelegt wird“, loben Kay Metelka und seine Familie diesen Aspekt.