Am 10. Mai sollte eigentlich ein Jubiläum gefeiert werden: 700 Jahre Kirche in Breitenau. Was verrät denn die Dorfchronik zum Jubiläum?

Wir wissen aus sehr unbelegten Quellen, dass die Kirche etwa 1320 fertig geworden ist. Das Dorf selber ist jünger, die Kirche ist das älteste Gebäude. Genaue Angaben findet man nicht. Es ist ein romanischer Bau, eine bemerkenswerte kleine Kirche. Wir haben diesen einen Anhaltspunkt von 1320. Deswegen dachten wir lieber, wir feiern, als das wir nicht feiern.

Nun muss das Fest, wie viele große Feierlichkeiten aufgrund der Coronakrise abgesagt oder immerhin verschoben werden. Wie weit waren die Vorbereitungen?

Wir haben schon ein Jahr vorher überlegt. Die Vorbereitungen waren jetzt fertig. Die offiziellen Einladungen wurden schon raus geschickt. Wir haben es jetzt auf das kommende Jahr verschoben. Die Kirchengemeinde wird dann zu 700+1 einladen. Da muss man ganz entspannt sein. Wichtiger ist die Sicherheit der Menschen.

Auf welche Höhepunkte hätten sich die Besucher denn freuen Können?

Wir haben den gemischten Polizeichor Finsterwalde und die Trommelgruppe Natsumi Taiko aus Bad Liebenwerda eingeladen. Ich wollte die Wandgemälde und die Besonderheiten der Kirche erklären. Der Holzbackofen im Dorf war schon gebucht. Aber das gehen wir nächstes Jahr alles neu an. Das Einzige, was jetzt noch übrig bleibt vom Tag, ist wahrscheinlich eine Taufe im kleinen Kreis.

Wer war alles an der Organisation beteiligt?

Es war Aufgabe des Gemeindekirchenrats, aber die im Dorf vorhandenen Gruppen wie die Freiwillige Feuerwehr und die Vereine machen natürlich mit. Breitenau feiert immer als ganzer Ort und das ist wirklich schön. Wir machen alle, was wir können, deswegen sind solche Feste etwas Besonderes.

Soll die Feier im kommenden Jahr mit dem ursprünglichen Programm nachgeholt werden?

Ich denke, wir werden das noch vor dem Sommer überlegen. Wenn die Eingeladenen können, dann herzlich gerne. Ich hoffe, dass es so stattfinden kann, wie in diesem Jahr geplant.