Von Daniel Roßbach

Seit Ende März fehlt an der Spitze des Wasserturms in Finsterwalde die Nixe. Und noch steht nicht fest, wann der gewohnte Anblick mit einer neuen Figur wieder hergestellt sein wird.

Bevor es dazu kommt, wird aber an diesem Wochenende, zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“, die Spitze im Erdgeschoss des Turms zu sehen sein. Von 10 bis 14 Uhr steht der Turm dafür offen. Nach diesem speziellen Termin soll die Figur im Feuerwehrmuseum gezeigt werden.

Der Restaurierung der Spitze des Turms steht vor allem im Weg, dass dessen Dachstuhl marode ist und saniert werden muss. Eine genaue Einschätzung der Schäden und einen Plan zur Erneuerung soll es bis Ende Oktober geben, wie Andy Hoffmann, Geschäftsführer der Finsterwalder Stadtwerke, sagt.

Den Grund für die Schäden an dem Dachstuhl sieht Hoffmann in der Verwitterung. Die habe unter anderem eingesetzt, weil im 2. Weltkrieg die Dachhaut beschädigt worden sei. Auch nach den Ausbesserungen des Kupfers sei die nicht ganz dicht gewesen. Und eine komplette Sanierung des Dachstuhls habe es in den 70 Jahren nicht gegeben. Dass die nun notwendig werde sei normal, sagt Hoffmann.

Die Dynamik der Spendenaktion mit mittlerweile knapp 40 000 Euro habe ihn beeindruckt und zeige die Verbundenheit der Finsterwalder mit ihrer Stadt, sagte Andy Hoffmann von den Finsterwalder Stadtwerken. „Der Wasserturm und seine Spitze sind offenbar für viele ein starkes Symbol für die Stadt.“

Diese Kampagne wird vor allem vom Verein Lange Straße mit seinem Vorsitzenden Lutz Müller vorangetrieben. Er wirbt bei Firmen und Privatleuten darum, mit Spenden ihr Herzblut für das Finsterwalder Wahrzeichen zu zeigen.

Um ihren Beitrag zur schließlichen Wiederherstellung des Turms – der immer noch eine Funktion in der Wasserversorgung hat – zu honorieren, soll es auch Tafeln mit den Namen aller geben, die etwas dafür gespendet haben. „Das wäre ein schöner Ausdruck dafür, wie die Stadt gemeinsam dazu beiträgt.“