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Kommentar
Was nach der Industrie kommt

Die Branche der Windkrafterzeuger hat nicht unbedingt den besten Ruf. Raffgierig, raumnehmend, berechnend, unlauter.

Dieses Image wird ihnen häufig angeheftet. In begründeten Fällen sicher zu Recht. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn wie in Massen eine Zusammenarbeit mit für alle sichtbarem Ergebnis gedeiht, dann könnte das helfen, das ein oder andere Vorurteil abzuschwächen oder zu entkräften.

Für das Dorfbild wird der Gewinn nicht zu übersehen sein. Zu lange war die Molkerei schon unansehnlich. Für die Gemeinde selbst als Komplettabriss aber nicht zu stemmen.

Könnte einer kommen und sagen, dafür war die Kröte vom Windpark im Wald zu schlucken. Hier wird entgegengehalten: im Nutzwald, der ohnehin zum Abholzen wächst. Und aufgeforstet wird auch um die Windanlagen herum wieder. Die Kette im Amt Kleine Elster lautet: erneuerbare Energie - Co{-2}-Einsparung - Altlastenbeseitigung - dauerhafte Naturfläche - zusätzlicher Sauerstoff. Klingt irgendwie richtig.

Heike Lehmann