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| 18:42 Uhr

Kino-Erlebnis in Finsterwalde
Warum „Die Anfängerin“ im Weltspiegel läuft

Anke Harenz-Kaciran (r.) mit Christine Stüber-Errath (l.) auf dem roten Teppich bei der Premiere von „Die Anfängerin“ im Januar 2018 in Berlin.
Anke Harenz-Kaciran (r.) mit Christine Stüber-Errath (l.) auf dem roten Teppich bei der Premiere von „Die Anfängerin“ im Januar 2018 in Berlin. FOTO: privat
Finsterwalde. Zur Vorführung am 9. Oktober werden die Eiskunstläuferinnen Christine Stüber-Errath und Marina Kielmann in Finsterwalde sein. Von Heike Lehmann

Am Dienstag, 9. Oktober, wird es im Kino „Weltspiegel“ eine einmalige Sondervorführung des Kinofilms „Die Anfängerin“ (Drehbuch & Regie: Alexandra Sell) geben. Beginn ist um 20 Uhr. Der Film wird präsentiert von Christine Stüber-Errath, dreifache Europameisterin, Weltmeisterin und Olympia-Bronzemedaillengewinnerin im Eiskunstlaufen. Im Anschluss an die Vorführung ist ein Filmgespräch mit Autogrammstunde geplant. Und sie bringt noch einen Überraschungsgast mit: Marina Kielmann aus Dortmund, ehemalige Vize-Europameisterin auf dem Eis und Vize-Weltmeisterin im Rollkunstlauf. „Sie wird das erste Mal den Film mit mir in den neuen Bundesländern präsentieren, um einer Finsterwalderin eine Freude zu bereiten“, kündigt Christine Stüber-Errath an.

Und das ist die Geschichte dahinter: Die 42-jährige Anke Harenz-Kaciran aus Finsterwalde ist seit Kindertagen ein großer Eiskunstlauf-Fan. Sie hat alles im Fernsehen verfolgt und später live Deutsche Meisterschaften in Frankfurt/Main, Berlin und Dresden, Europameisterschaften in Prag und Dortmund, Weltmeisterschaften in Dortmund sowie den Grand Prix in Gelsenkirchen erlebt. Vor 20 Jahren wurde sie in einer Fernsehshow überrascht, als sie ihr Idol Marina Kielmann treffen durfte. Seitdem hat sie einen Schlittschuh von Holiday on Ice. „Anke ist unserem Aufruf gefolgt, die Kinos vor Ort zu bitten, den Film ,Die Anfängerin’ zu spielen, weil dieser nicht überall zu sehen war“, erklärt Stüber-Errath. Mehrmals habe sie mit Kinochef Torsten Siegert telefoniert, bestätigt die Finsterwalderin am Montag. Sie hat auch Plakate, Flyer und Autogrammkarten in der Stadt verteilt. Jetzt freut sie sich riesig auf das Wiedersehen mit den beiden Eiskunstläuferinnen und auf den Film, auch wenn sie den schon zum dritten Mal sehen wird. „Im Januar war ich zur Filmpremiere in Berlin und habe dort Christine Stüber-Errath getroffen“, sagt sie.

„Die Anfängerin“ hat sogar in den USA beim River Run Festival Begeisterung ausgelöst, weitere Premieren in Arizona und Florida soll es im November geben. „Das ist alles sehr berührend und der Film ist so toll, dass er viele Besucher verdient“, wirbt Christine Stüber-Errath um ein volles Kino. Es geht darum, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu Leben. „Das gilt für jeden von uns. Im Film erfüllt sich eine 58-Jährige ihren Kindheitstraum vom Eislaufen. Großartig besetzt mit Ulrike Krumbiegel – sie läuft ungedoubelt (!) und Annekathrin Bürger in den Hauptrollen“, so Stüber-Errath, die selbst in einer spannenden Nebenrolle mitwirkt. Sie hat 2012 dafür wieder mit dem Training angefangen – nach 20 Jahren Pause. „Das Eisgefühl war  weg“, gibt sie zu. Zwei Jahre später wurde sie 60. Jetzt geht sie fast wöchentlich mit Hobby-Eiskunstläufern aufs Eis, die zum Teil weit über die 70 sind. Mehrere Hundert aus aller Welt treffen sich jährlich zu ihren Meisterschaften in Oberstdorf. Weil es ist nie zu spät ist, seine Träume zu leben.

Dienstag, 9. Oktober, 20 Uhr

Anke Harenz-Kaciran (r.) mit Marina Kielmann (l.) in einer TV-Überraschungsshow. Das war vor 20 Jahren.
Anke Harenz-Kaciran (r.) mit Marina Kielmann (l.) in einer TV-Überraschungsshow. Das war vor 20 Jahren. FOTO: privat