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| 11:59 Uhr

Freitag Warnstreiks bei SZ Dienstleistungen GmbH
Verdi fordert Tarif für 82 Beschäftigte

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft für Freitag Beschäftigte der SZ-Dienstleistungen GmbH in Elbe-Elster zum Warnstreik auf. Im Kern geht es Anpassung an den Tarif der Muttergesellschaft Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ gGmbH.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft für Freitag Beschäftigte der SZ-Dienstleistungen GmbH in Elbe-Elster zum Warnstreik auf. Im Kern geht es Anpassung an den Tarif der Muttergesellschaft Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ gGmbH. FOTO: dpa / Daniel Bockwoldt
Doberlug-Kirchhain. Am Freitag soll bei der SZ Dienstleistungen GmbH gestreikt werden. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi von 11 bis 15.30 Uhr an den Standorten Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Herzberg aufgerufen.

( Streikende Mitarbeiter aus allen drei Standorten werden sich ab 11.15 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ in Doberlug-Kirchhain treffen.

Im Kern geht es bei dem Warnstreik um einen Tarifvertrag, der sich an dem bereits bestehenden Tarifvertrag mit der Muttergesellschaft Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ gGmbH sowie an anderen Verdi-Tarifregelungen mit Pflegeheimbetreibern orientiert.

Bislang sind laut Verdi die Arbeitsbedingungen sehr unterschiedlich einzelvertraglich geregelt. So erhalten Küchenhilfen und Wäschereibeschäftigte nur den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro je Stunde. Die Beschäftigten in der Reinigung erhalten stattdessen 9,30 Euro. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten erhalten nur 24 Tage Urlaub im Jahr. Verdi fordert mindestens 28 bis 30 Tage Urlaub im Jahr, Zeitzuschläge für Sonntags- und Feiertagsarbeit und Weihnachtsgeld. Erst im Mai hatte sich rund die Hälfte der SZ-Belegschaft überhaupt in der Gewerkschaft organisiert.

Die Tarifverhandlungen wurden am 6. Juli aufgenommen und ohne eine Einigung auf den 18. September 2018 vertagt. Die Geschäftsführerin der SZ Dienstleistungen GmbH hatte die Tarifforderung als zu hoch zurückgewiesen und stattdessen eine Entgelterhöhung um 1,9 Prozent rückwirkend ab Januar 2018 sowie bei positivem Jahresabschluss eine weitere Entgelterhöhung um 0,5 Prozent, ebenfalls rückwirkend ab Januar 2018, angeboten und einen Haustarifvertrag ab Januar 2019 angekündigt.

Auf diese Angebote verwies SZ-Geschäftsführerin Sigrid Jähnichen noch einmal am Mittwoch gegenüber der RUNDSCHAU. Zudem habe man sich entschieden, den Arbeitnehmern bereits die Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,9 Prozent Brutto, rückwirkend ab Januar 2018 mit der Gehaltszahlung August zu zahlen. Im Sondierungsgespräch mit Verdi sei zudem vereinbart worden, dass die SZ GmbH vor dem September-Termin ein Angebot an die Gewerkschaft sendet.

Insofern sei der Aufruf zum Streik für die Arbeitgeberseite „völlig unverständlich und nicht zielführend“, sagt SZ-Geschäftsführerin Sigrid Jähnichen. Er liege nicht im „Kontext mit unserer Bereitschaft, die Tarifverhandlungen durchzuführen“, so Sigrid Jähnichen weiter.

Die SZ-Geschäftsführerin betont gegenüber der RUNDSCHAU: „Die Versorgung unserer Heimbewohner, Pflegekunden und Bewohner des Betreuten Wohnens ist für die Zeit des Warnstreiks jederzeit sichergestellt.“

(SvD )