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Wähler entscheiden am 8. Oktober

Bodo Broszinski (2.v.l./FDP), Bürgermeister in Doberlug-Kirchhain, hat Bundestags- und Bürgermeisterwahl am Sonntag mit FDP-Vertretern von Stadt- und Kreisebene verfolgt. Er bekam zwar die meisten Stimmen, muss aber am 8. Oktober in die Stichwahl gegen Sebastian Rudolph.
Bodo Broszinski (2.v.l./FDP), Bürgermeister in Doberlug-Kirchhain, hat Bundestags- und Bürgermeisterwahl am Sonntag mit FDP-Vertretern von Stadt- und Kreisebene verfolgt. Er bekam zwar die meisten Stimmen, muss aber am 8. Oktober in die Stichwahl gegen Sebastian Rudolph. FOTO: Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Bleibt Bodo Broszinski (FDP) Bürgermeister in Doberlug-Kirchhain oder kann ihn Sebastian Rudolph (CDU) aus dem Rathaus drängen? Erst eine Stichwahl bringt die Antwort. Heike Lehmann

Am Sonntagabend sitzen Bodo Broszinski und Sebastian Rudolph im Kreise ihrer Parteifreunde - der Amtsinhaber im angemieteten Hof Nr. 14 und der Herausforderer in der eigenen Gaststätte "Kleines Rathaus". Ihr Wahlkampf geht in die Verlängerung. Broszinski hat am Sonntag zwar mit 2509 Stimmen 45,7 Prozent der Wähler auf sich vereinen können, aber die absolute Mehrheit verfehlt. Von den drei Herausforderern kam ihm Sebastian Rudolph am nächsten mit 27,6 Prozent (1513 Stimmen). Aus dem Rennen sind Torsten Drescher (SPD) mit 16,0 Prozent (877 Stimmen) und Ingo Setzermann (parteilos/Linke) mit 10,7 Prozent (589 Stimmen).

Die 7475 Wahlberechtigten der Stadt werden also am 8. Oktober erneut an die Wahlurnen gebeten. Bleibt auf eine ähnlich hohe Wahlbeteiligung - jetzt waren es 74,6 Prozent - zu hoffen.

Die absolute Mehrheit holte Broszinski bei der Briefwahl (54,4 Prozent) sowie im Wahlbezirk 6 (Berg-Grundschule), 5 (Kita Krümelkiste), 14 (OT Lichtena), 3 (Technische Ausstellung) und 4 (Stadthalle). Rudolph schaffte es nur im Ortsteil Frankena auf mehr als 50 Prozent der Stimmen (51,4). Im direkten Vergleich hatte Broszinski in nur fünf Wahlbezirken weniger Stimmen als Rudolph, der allerdings überflügelte ihn in den Ortsteilen. Bei der Stichwahl wird entscheidend, wie sich die Wähler, die diesmal für Drescher und Setzermann gestimmt haben, entscheiden.

Sebastian Rudolph ist dankbar für die Stimmen, die er bekommen hat, und gegenüber seinen Unterstützern sowie seinem Wahlkampfteam. Er sei froh, "dass das Wahlergebnis als klares Zeichen bestätigt, dass das Parlament mit der Arbeit des Amtsinhabers nicht zufrieden ist." Der Wahlkampf bis in die Ortsteile habe sich ausgezahlt. Kommunikation und Zuhören seien wichtig.

Auch Bodo Broszinski dankt seinen Wählern. "Es war kaum zu erwarten, dass bei vier Kandidaten, die zudem alle fest in der Kommunalpolitik verankert sind, im ersten Wahlgang einer eine absolute Mehrheit erzielt", sagt er. Die Entscheidung am 8. Oktober liege allein bei den Wählern.

Sebastian Rudolph (2.v.l./CDU) fiebert mit seinem Wahlteam der Stichwahl am 8. Oktober entgegen.
Sebastian Rudolph (2.v.l./CDU) fiebert mit seinem Wahlteam der Stichwahl am 8. Oktober entgegen. FOTO: Heike Lehmann