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| 02:35 Uhr

Vor den Silvesterknallern eine Sondersitzung der Stadtverordneten

Sonnewalde. Zwei Tage vor Jahresende, wo in den anderen Kommunen längst Parlamentspause ist, werden die Sonnewalder Stadtverordneten am heutigen Montag noch einmal kurzfristig zu einer Sondersitzung zusammengerufen. Auf Druck von Stadtverordneten und aus der Bürgerschaft hin sollen Beschlüsse gefasst werden, von denen erwartet wird, dass Bürgermeister Werner Busse (CDU) als Vertreter der Stadt sie an die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserverbandes Westniederlausitz weiterreicht. -db-

So wollen die Sonnewalder in der Verbandsversammlung im Januar ihre Forderung nach einem einheitlichen Beitrags- und Gebührengebiet im Bereich Trinkwasser "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" und im Bereich Abwasser bereits zum 1. Januar 2015 erneut unterstreichen.

"Unser Anliegen ist es außerdem, dass die Sitzungen der Verbandsversammlung nicht mehr im Kirchhainer Rathaus, sondern in einem größeren Saal stattfinden, wo mehr Besucher teilnehmen können", fordert der Stadtverordnete Bernd Lehmann, der in Sonnewalde eine Arbeitsgruppe Abwasser leitet. "Das öffentliche Interesse insbesondere von Sonnewalder Seite ist so groß, dass viele Besucher aus Platzgründen die Sitzungen nicht verfolgen können und draußen stehen, weil der Raum im Rathaus zu klein ist. Doch die Leute wollen und müssen wissen, was in der Verbandsversammlung passiert." Lehmann schlägt vor, dass die Sitzungen der Verbandsversammlung künftig im Doberluger Refektorium oder in der Aula der Sonnewalder Grundschule stattfindet. Außerdem soll die Verbandsversammlung zu der Praxis zurückkehren, bereits zu Beginn der Sitzung und nicht erst zum Ende eine Bürgerfragestunde zuzulassen", erklärt Bernd Lehmann. Dazu soll die Geschäftsordnung der Verbandsversammlung geändert werden.

In Sonnewalde regt sich in der Bürgerschaft zunehmend Widerstand gegen die Politik des Trink- und Abwasserzweckverbandes Westniederlausitz. In einem bisher einzigartigen Bürgerantrag fordern Einwohner mit mehr als 700 Unterschriften insbesondere ein neues Abwasserkonzept für Sonnewalde. Danach soll die vom Land vorgeschlagene und vom Verband beschlossene Schließung des Klärwerkes in Münchhausen und eine Überleitung der Abwässer ins Klärwerk Lindena verhindert werden, weil man am Ende noch höhere Kosten befürchtet. Bürger fordern statt langer Anschlussleitungen zum Klärwerk separate Abwasserlösungen vor Ort für die kleinen Dörfer um Sonnewalde, die in den nächsten Jahren weiter Einwohner verlieren werden.

Die Stadtverordneten tagen heute um 19 Uhr in der Aula der Grundschule. Die Sitzung beginnt und endet mit einer Einwohnerfragestunde.