| 13:38 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren

16. Februar. Vom hoch offiziell verordneten Gebrauch getragener Kleidung und Lumpen in und um Finsterwalde.

Nach einer im Juni 1916 erlassenen Regelung über den Verkehr mit Web-, Wirk,- Strick- und Schuhwaren durften nur noch staatliche Aufkäufer mit getragenen oder gebrauchten Kleidungs- und Wäschestücke handeln. Der Landrat als Vorsitzender des Kreisausschusses sah sich genötigt, die Bürger seines Kreises darauf hinzuweisen, dass Zuwiderhandlungen mit bis zu sechs Monaten Haft oder 15 000 Mark bestraft wurden. Als offizielle Ankäufer fungierten vor allem Schneidermeister wie Gustav Görner in Doberlug und Meister Schippan in Sonnewalde. Nur reine Lumpen blieben von der Vorschrift ausgenommen. Diese sollten möglichst an die Lumpensortierbetriebe der Kriegsrohstoffabteilungen gehen.

(owr)