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Vor 100 Jahren

30 August 1917. Eine neue Bekanntmachung des Reichskommissars für bürgerliche Kleidung – ihn gab es tatsächlich – verfügte die Beschlagnahme von Bett-, Haus- und Tafelwäsche in jeglichen gewerblichen Betrieben. Davon waren nicht nur Hotels und Pensionen betroffen, sondern auch Logierhäuser und Unternehmen, die Schlaf- oder Speisewagen betrieben. owr1

Selbst private Krankenhäuser und Genesungsheime mussten ihre sämtliche Wäsche spätestens bis zum 5. Oktober der Reichsbekleidungsstelle melden. Noch mussten sie die Textilien nicht abgegeben. Allerdings durften sie nun nicht mehr verkauft oder anderweitig weitergereicht werden.