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Vor 100 Jahren

30 Juni 1917. Die zum Krieg eingezogenen Männer fehlten nicht nur in den Betrieben, sondern genauso im Dienstleistungsbereich. Der Berliner Polizeipräsident hatte sich nun des Engpasses beim Rasieren der in der Heimat verbliebenen Männer angenommen. owr1

Sein Vorschlag, dass die Barbierfrauen und -töchter einen Lehrgang zum Rasieren besuchen sollten, fand allerdings bei zwei von den drei befragten Innungen keinen Anklang. Obwohl es ausschließlich darum ging, dass nur Familienmitglieder das Rasieren der Kundschaft übernehmen sollten, gab es Widerstand durch die Meister. Offensichtlich wollten sie verhindern, dass der Beruf in Zukunft auch Frauen offen steht.