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Vor 100 Jahren

13. März 1917 Dass sich die wieder umlaufenden Gerüchte mit so etwas profanen wie Nahrung beschäftigten, ist für den Hungerwinter 1916/17 wenig verwunderlich. owr1

In Finsterwalde hieß es immer wieder, dass die von der Stadt eingelagerten Kartoffeln in beträchtlichem Umfang verfault seien. Dem widersprach der Magistrat mit dem Hinweis, dass der unvermeidliche Schwund nur sehr gering ausfalle. Konkrete Verleumdungen richteten sich gegen eine in der Zeitung namentlich nicht genannte Familie. Diese sollte sich angeblich bereits mit Kartoffeln bis zum 15. August versorgt haben und darüber hinaus noch weitere 15 Zentner besitzen. Eine Kontrolle ergab, dass die Frau nur über 15 Pfund Kartoffeln und einige Kohlrüben verfügte.