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Vor 100 Jahren

2 August 1917. Die Zeitläufe spiegelten sich auch in den umlaufenden Gerüchten wider. Einige Berliner Zeitungen hatten im Sommer des Jahres 1917 kolportiert, dass es demnächst zu einer Beschlagnahme des in den privaten Haushalten eingeweckten Gemüses kommen würde. owr1

Der Niederlausitzer Anzeiger behauptete das Gegenteil und bezeichnete eine solche Maßnahme in der Bevölkerung als verbitternd wirkend und zudem allgemein zwecklos. Trotzdem erwähnte das Blatt, dass besonders in wohlhabenden Kreisen des Landes größere Mengen Gemüse eingemacht in Gläsern lagere. Der Grund dafür, dass es mitten im Sommer kaum Gemüse auf dem Markt zu kaufen gab, läge laut dem damaligen Artikel des Niederlausitzer Anzeigers auch in der weit verbreiteten Neigung zum Hamstern begründet.