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Vor 100 Jahren

26 Juli 1917. Die Früchte und Beeren des Waldes gehörten den Besitzern der Waldflächen. Wer für seine Familie Blaubeeren sammeln wollte, benötigte dafür einen Erlaubnisschein. owr1

Hatte man keinen gekauft, schüttete der Eigentümer oder der Förster die Sammelbüchsen der Frauen und Kinder einfach aus. Diese Praxis galt neuerdings als unpatriotisch. Die Zeitungen schrieben von einer frivolen Vernichtung von Lebensmitteln und stellte die "Herren, die keinen Hunger kannten" öffentlich an den Pranger. Sie sollten trotz der Rechtslage den Verlust an Beeren willig als Kriegsopfer in Kauf nehmen.