| 02:34 Uhr

Vor 100 Jahren

11 August 1917. Nachdem die extrem schlechte Kartoffelernte des Vorjahres zum Hunger- und Kohlrübenwinter 1916/17 geführt hatte, klangen die Nachrichten zur diesjährigen Getreideernte besonders bedrohlich. Aus Gollmitz wurde berichtet, dass wegen der Dürre von Mai bis Juni die Roggenkörner nur die Größe von Kümmel erreicht hatten. owr1

Wegen der fehlenden Niederschläge waren die Bestände zur Notreife gekommen. Ähnlich sah es beim Hafer aus, der kaum höher als 20 Zentimeter stand. Manche Landwirte bekamen damit gerade die Aussaat zurück. Der im Juli wieder einsetzende Regen ließ den Menschen zumindest die Hoffnung auf eine ordentliche Kartoffelernte.