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Vor 100 Jahren

19. Oktober 1916. Nachdem Staat und Presse lange Zeit von einer guten Ernte in diesem Jahr berichtet hatten, traten nun einschneidende Verbrauchsregelungen für Speisekartoffeln in Kraft. owr1

Deren Ertrag wurde als sehr gering eingeschätzt. Bis zum 15. August 1917 sollte der Kartoffelverbrauch auf ein Pfund pro Tag und Kopf beschränkt werden. Nur die Erzeuger und Schwerarbeiter bekamen bis zwei Pfund täglich. Am Folgetag wurde dann die Herabsetzung der Fleischabgabe bekannt gegeben. Der Anzeiger kommentierte: "Es fragt sich, ob der jetzige Zeitpunkt der geeignete ist, auch die Fleischration des kartoffellosen Städters zu beschneiden."