| 02:36 Uhr

Vor 100 Jahren

1. April 1915. Den Finsterwaldern standen zu dieser Zeit 1800 Gramm Brot in der Woche zu. Wünsche auf eine höhere Zuteilung wies die Stadt mit der Bemerkung zurück, dass sie selbst nur so viel Mehl bekomme, wie pro Kopf vorgesehen wäre. owr1

Sattdessen appellierte der Magistrat an die reicheren Bevölkerungsschichten, ihren Brotkonsum "zu Gunsten unserer fleißigen braven Arbeiterschaft" einzuschränken. Offensichtlich gab es bei entsprechendem Vermögen also auch andere Möglichkeiten, sich zu versorgen. Unverbrauchte Brotmarken sollten der Stadt zurückgegeben werden, ein Weiterverkauf war verboten.