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vor 100 jahren

7. Januar 1917. owr1

Eine Bekanntmachung des Oberbefehlshabers in den Marken belehrte die Zivilbevölkerung über den Umgang mit Kriegsgefangenen. Jeglicher Kontakt war grundsätzlich zu vermeiden, wobei "insbesondere der gegen die guten Sitten verstoßender Verkehr weiblicher Personen mit Kriegsgefangenen" verboten war. Gegenstände, die den Gefangenen die Flucht erleichtern konnten, durften nicht weitergegeben werden. Neben Landkarten, Kompassen und Kursbüchern gehörten dazu auch Streichhölzer, Feuerzeuge und Kopfbedeckungen. Die gefangenen Soldaten waren nicht grundsätzlich in Lagern interniert, sondern konnten sich teilweise in bestimmten Ortsbereichen bewegen.