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vor 100 jahren

20. April 1915. Zum zweiten Mal hatten der Deutsche Tabakarbeiter-Verband und der entsprechende Hirsch-Dunkersche Gewerkverein seine Finsterwalder Mitglieder zu einer Versammlung gerufen. owr1

Gauleiter Henschel musste den Erschienenen mitteilen, dass beide örtlichen Fabrikantenvereinigungen die gewünschte Teuerungszulage abgelehnten. Daraufhin herrschte unter den Arbeitern "große Erregung". Viele von ihnen sprachen sich für Streik aus. Im Sinne der Burgfriedenspolitik riet der Gewerkschafter aber von einer Arbeitsniederlegung ab. Mit einer Resolution an die Heeresleitung wollte man erreichen, dass das Militär als wichtiger Abnehmer Finsterwalder Tabakerzeugnisse für einen besseren Lohn der Beschäftigten sorgte.